Nach drei Verlusttagen in Folge hat sich der DAX am Freitag berappelt und konnte mit einem Plus von 0,94 Prozent bei 24.721 Punkten aus dem Handel gehen. Auf Wochensicht bleibt damit ein Zugewinn von 0,74 Prozent stehen – nach einer Berg- und Talfahrt, die die Nerven vieler Anleger strapaziert hat. Doch die Erholung wirkt fragil.

Die Schockwellen von den Edelmetall- und Kryptomärkten gingen nicht spurlos an den Aktienbörsen vorbei. Zwangsliquidationen ziehen Verkäufe an anderer Stelle nach sich und sortieren die zittrigen Hände aus dem Markt. "Eine solche Bereinigung ist gesund und stellt den immer noch laufenden Bullenmarkt auf ein solideres Fundament", kommentiert Christine Romar von CMC Markets. Der Bitcoin legte binnen eines Tages um zehn Prozent zu und stabilisierte sich zunächst.

KI-Investitionen unter Druck

Die Nervosität hat einen klaren Auslöser: Zunehmende Zweifel an den massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz verunsichern die Märkte. Amazon ließ im nachbörslichen US-Handel mit einem zweistelligen Kursrutsch aufhorchen. Der Konzern will in diesem Jahr rund 200 Milliarden Dollar unter anderem in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken – mehr als selbst die Google-Mutter Alphabet mit ihren bereits riesigen Ausgaben.

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"Der KI-Investitions-Kater verwandelt sich gerade in eine wilde Flucht", konstatiert Stephen Innes von SPI Asset Management. Die Anleger wollen schnellere Ergebnisse sehen, statt auf vage Zukunftsversprechen zu setzen. Die Diskussion, ob und wann sich die immensen Investitionen auszahlen, belastet immer mehr Tech-Werte.

Autosektor erneut unter Beschuss

Negative Nachrichten kamen am Freitag von Stellantis: Die Opel-Mutter schreibt 22 Milliarden Euro auf ihre Elektrostrategie ab und verkauft ein Batteriewerk für symbolische 100 Dollar. Der Kursrutsch beim Konzern zog europäische Autowerte mit nach unten. Die Nachricht führte Anlegern vor Augen, dass die Transformation noch lange dauern und eine dauerhafte Erholung der entsprechenden Aktienkurse von Volkswagen und Co. weiter auf sich warten lassen dürfte.

Auch die deutschen Konjunkturdaten boten am Freitag ein gemischtes Bild. Die Industrieproduktion fiel im Dezember 2025 um 1,9 Prozent – der erste Dämpfer nach drei Anstiegen in Folge. Verantwortlich dafür war vor allem die niedrige Produktion in der Autoindustrie. Immerhin: Die Exporte stiegen im Dezember 2025 um 4,0 Prozent und damit fast viermal so stark wie erwartet. Auf Jahressicht wuchsen die Ausfuhren erstmals seit zwei Jahren wieder – trotz des Zollstreits mit US-Präsident Donald Trump.

Was bleibt, ist eine hochnervöse Marktlage. Anders als bei früheren Kurseinbrüchen können Investoren diesmal nicht auf eine Rolle rückwärts von Trump hoffen – die aktuelle Korrektur hat er ausnahmsweise mal nicht durch Zollandrohungen ausgelöst. Das macht die weitere Entwicklung dieses Börsenjahres besonders brisant.

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