Zwei Entwicklungen prägen gerade das XRP-Bild: Im US-Senat zeichnet sich beim CLARITY Act ein Kompromiss ab, der XRP rechtlich als digitalen Rohstoff einordnen würde — und gleichzeitig meldete der XRP Ledger am 18. März mit 372.280 Reserve-Fehlern an einem einzigen Tag den höchsten Tageswert seit drei Jahren.

Der CLARITY Act und seine Bedeutung für XRP

Die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks haben sich auf einen Kompromiss geeinigt, der die Marktstruktur-Gesetzgebung voranbringen soll. Ende April ist eine Anhörung im Senatsausschuss für Bankwesen geplant. Wird die Vorlage dort gebilligt, muss sie anschließend mit einer bereits vom Agrarausschuss verabschiedeten Fassung zusammengeführt werden, bevor das Senatsvotum folgen kann.

Kernpunkt der Einigung: Renditen auf passive Stablecoin-Guthaben sollen verboten werden — ein Streitpunkt, der Banken und Kryptoindustrie monatelang entzweit hatte. Für XRP wäre eine Verabschiedung des Gesetzes substanziell. Die Klassifizierung als digitales Rohstoff-Asset unter Bundesrecht würde Banken und Vermögensverwaltern die gesetzliche Grundlage liefern, XRP in größerem Umfang zu integrieren.

Ripple-CEO Brad Garlinghouse schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung bis Ende April auf 90 Prozent.

Netzwerkwachstum mit Schattenseite

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Reserve-Fehler entstehen, wenn Nutzer Transaktionen versuchen, ohne ausreichend XRP als Netzwerk-Reserve zu halten. Das XRPL verlangt derzeit 1 XRP pro Konto sowie 0,2 XRP pro eigenem Objekt. Ein starker Anstieg dieser Fehler kann auf eine ungewöhnlich hohe Zahl neuer Nutzer oder Transaktionsversuche hindeuten — und genau das scheint sich hier abzuzeichnen.

Parallel dazu expandiert Ripple international: Am 17. März startete das Unternehmen fünf integrierte Produkte in Brasilien mit sechs institutionellen Partnern und beantragte gleichzeitig eine Lizenz bei der brasilianischen Zentralbank. Tokenisierte Real-World-Assets auf dem XRPL wuchsen innerhalb von 30 Tagen um 35 Prozent. Der Stablecoin RLUSD erreichte seit seinem Launch im Dezember 2024 eine Marktkapitalisierung von rund 1,53 Milliarden Dollar.

Warum der Kurs kaum reagiert

Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Kursdynamik gedämpft. ETF-Zuflüsse verlangsamten sich von 1,3 Milliarden Dollar in den ersten 50 Tagen auf unter 2 Millionen Dollar pro Woche Anfang März — ein Zeichen, dass institutionelle Investoren auf gesetzliche Klarheit warten. Hinzu kommt: Banken adoptieren Ripples Infrastruktur, das Kapital fließt dabei jedoch in den Stablecoin RLUSD, nicht in XRP selbst.

Standard Chartered senkte sein XRP-Kursziel für 2026 im Februar von 8 auf 2,80 Dollar — unter der Annahme einer Verzögerung des Gesetzes und schwieriger Makrobedingungen. Scheitert der CLARITY Act vollständig, sehen Analysten XRP zwischen 1,50 und 2,50 Dollar verharren. Bei einer Verabschiedung hingegen nennen sie ein Potenzial von 5 bis 10 Dollar. Die Abstimmung im Senatsausschuss Ende April wird damit zur nächsten konkreten Weichenstellung.

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