XRP: Infrastruktur-Upgrade
Der XRP Ledger macht einen Schritt, der bisher vielen Krypto-Projekten schwerfiel: Er will regulierte Finanzhäuser nicht nur „mitdenken“, sondern technisch abholen. In den letzten 24 Stunden kamen dafür gleich zwei Signale zusammen – ein neues Handelsmodul auf dem Mainnet und ein deutlicher Wachstumsschub bei Ripples Stablecoin RLUSD. Was steckt dahinter, und warum ist das für die Liquidität im Netzwerk wichtig?
Permissioned DEX: Handel im „walled garden“
Ripple-Entwickler haben am Mittwoch ein Protokoll-Upgrade aktiviert: die „Permissioned Decentralized Exchange“ (DEX). Der Kern: Es entsteht ein abgeschirmtes Handelsumfeld, in dem nur Teilnehmer mit bestimmten Nachweisen (z.B. KYC/Identitätsprüfung) handeln dürfen.
Damit unterscheidet sich das Konzept von klassischen, offen zugänglichen DEXs. Für Banken und Asset Manager ist genau das oft der Knackpunkt: Sie müssen wissen, mit wem sie handeln – und wollen keine ungeprüften Gegenparteien. Das Upgrade zielt deshalb direkt auf eine der größten Compliance-Hürden, wenn traditioneller Handel „on-chain“ stattfinden soll.
RLUSD wächst – und zieht Liquidität an
Parallel dazu hat Ripples USD-Stablecoin RLUSD laut On-Chain-Daten eine Marktkapitalisierung von 1,52 Mrd. US-Dollar erreicht und ist damit in die Top 50 der Kryptowährungen nach Marktwert aufgestiegen. Besonders stark soll die Nutzung in Europa sein: Der EUROP/RLUSD-Korridor wird als dominanter Liquiditätstreiber genannt.
Ein wichtiger Beschleuniger war die Integration von RLUSD bei Binance mit direkter XRPL-Unterstützung. Ein- und Auszahlungen über das Netzwerk werden dadurch einfacher – und Liquidität kann schneller zwischen zentraler Börse und XRP Ledger hin- und herfließen. Das stärkt RLUSD als „Brücken-Asset“ zwischen zwei Welten.
Wichtige Punkte im Überblick:
- Permissioned DEX ist live: Handelspools mit Zugangsvoraussetzungen (z.B. KYC)
- RLUSD bei 1,52 Mrd. USD Marktkapitalisierung (Top 50)
- Binance-Integration erleichtert Deposits/Withdrawals direkt auf XRPL
- XRP-Bestände auf Binance sinken auf rund 2,5 Mrd. Token (Mehrjahrestief seit Anfang 2024)
Sinkende Börsenreserven und der nächste Termin
Auffällig ist der Rückgang der XRP-Reserven auf Binance auf etwa 2,5 Milliarden Token – ein Niveau, das laut Daten seit Anfang 2024 nicht mehr erreicht wurde. Solche sinkenden Börsenbestände werden oft als Hinweis gewertet, dass weniger kurzfristig gehandelt wird und mehr in Verwahrung oder in On-Chain-Anwendungen wandert. Im Kontext der neuen, institutionsfreundlichen DEX-Struktur passt das Bild: Wenn Akteure Assets abziehen, um sie im XRPL-Ökosystem zu nutzen oder reguliert zu verwahren, wird das sofort verfügbare Angebot an Börsen knapper.
Am Markt selbst steht XRP heute weiter unter Druck: Der Kurs liegt bei 1,42 US-Dollar (Tagesminus 4,56%), wobei der größere Kontext schwach bleibt – auf 30 Tage gerechnet summiert sich das Minus auf 28,83%.
Der nächste konkrete Fixpunkt steht bereits im Kalender: Spätestens am 26. Februar 2026 will die US-Börsenaufsicht SEC über den T. Rowe Price Active Crypto ETF entscheiden, in dessen Anlageuniversum XRP ausdrücklich genannt wird. Eine Zustimmung wäre ein formaler Türöffner, weil erstmals ein großer, traditioneller Vermögensverwalter XRP in einer aktiven ETF-Strategie führen dürfte – und genau darauf richtet sich in den kommenden Tagen ein großer Teil der Aufmerksamkeit.
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