Während der Kurs von Solana seit Jahresbeginn deutlich unter Druck steht, senden institutionelle Investoren derzeit ein gegenteiliges Signal. Trotz der allgemeinen Marktschwäche verzeichnet das Ökosystem signifikante Zuflüsse, unterstützt durch eine wichtige technische Neuerung auf der Plattform Jupiter. Die Diskrepanz zwischen der negativen Preisentwicklung und dem fundamentalen Ausbau der Infrastruktur weitet sich damit aus.

Milliarden-Potenzial durch neue Kredit-Funktion

Ein zentraler Treiber für die aktuelle Aufmerksamkeit ist eine strukturelle Änderung im DeFi-Bereich von Solana. Der führende DEX-Aggregator Jupiter hat am 16. Februar 2026 eine Funktion freigeschaltet, die es Nutzern ermöglicht, nativ gestaktes SOL direkt als Sicherheit für Kredite zu hinterlegen. Bisher mussten Anleger ihre Positionen oft erst umständlich in liquide Staking-Token umwandeln oder Wartezeiten von mehreren Tagen in Kauf nehmen, um auf ihr Kapital zuzugreifen.

Diese Neuerung könnte die Kapitaleffizienz im Netzwerk massiv steigern. Schätzungen zufolge befinden sich rund 30,5 Milliarden Dollar in nativen Staking-Positionen, die bislang für den DeFi-Markt weitgehend unzugänglich waren. Durch die direkte Beleihungsmöglichkeit mit einem Loan-to-Value von bis zu 87 Prozent wird dieses Kapital nun potenziell liquide, ohne dass die direkte Beziehung zu den Validatoren aufgelöst werden muss.

Investoren kaufen gegen den Strom

Bemerkenswert ist das Verhalten professioneller Marktteilnehmer in diesem Umfeld. Laut aktuellen Daten von CoinShares verzeichneten Solana-Anlageprodukte in der Woche bis zum 13. Februar Zuflüsse in Höhe von 31 Millionen Dollar. Dies geschah in einer Phase, in der Krypto-Fonds insgesamt Abflüsse von über 3,7 Milliarden Dollar hinnehmen mussten und Schwergewichte wie Bitcoin und Ethereum massiv Kapital verloren.

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Auch die US-Spot-ETFs zeigen sich widerstandsfähig. Am 17. Februar verzeichneten diese Produkte Nettozuflüsse, angeführt vom Bitwise Solana Staking ETF. Das kumulierte historische Nettozufluss-Volumen aller SOL-Spot-ETFs nähert sich damit der Marke von 900 Millionen Dollar.

Der Kurs hinkt hinterher

Diese positiven fundamentalen Daten stehen im scharfen Kontrast zur aktuellen Preisentwicklung. Der Solana-Kurs notiert derzeit bei 81,35 USD und hat seit Jahresbeginn fast 36 Prozent an Wert eingebüßt. Der technische Druck bleibt hoch, da der Kurs sowohl den 50- als auch den 200-Tage-Durchschnitt deutlich unterschritten hat. Marktbeobachter werten die Diskrepanz zwischen den institutionellen Zuflüssen und dem fallenden Kurs jedoch als Indiz dafür, dass langfristig orientierte Akteure die niedrigen Bewertungen zum Einstieg nutzen, während kurzfristige Händler den Markt verlassen.

Fokus auf Asien

Zusätzlich forciert Solana seine Positionierung als Infrastruktur-Layer für traditionelle Finanzmärkte, insbesondere in Asien. Auf der "Accelerate APAC"-Konferenz in Hongkong diskutierten Vertreter von Asset Managern wie Mirae Asset und ChinaAMC über den Einsatz von Solana für tokenisierte Wertpapiere und Stablecoin-Zahlungswege.

Fazit

Die Kombination aus der neuen Liquiditäts-Option über Jupiter und den anhaltenden ETF-Zuflüssen deutet darauf hin, dass die Infrastruktur von Solana unabhängig vom aktuellen Preistrend weiter wächst. Ob diese fundamentale Stärke ausreicht, um den seit Jahresanfang bestehenden Abwärtstrend zu brechen, wird maßgeblich davon abhängen, wie stark die neuen Kreditmöglichkeiten in den kommenden Wochen tatsächlich genutzt werden.

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