Goldman Sachs ist derzeit der mit Abstand größte institutionelle Halter von Spot-XRP-ETFs — mit einer Position von rund 153,8 Millionen US-Dollar. Das entspricht etwa 73 Prozent aller gemeldeten institutionellen Bestände unter den Top-30-Haltern. Gleichzeitig verdreifachte sich die tägliche Transaktionszahl auf dem XRP Ledger auf drei Millionen. Zwei Signale, die in unterschiedliche Richtungen deuten.

Institutionelle Nachfrage trifft auf Kursschwäche

Die Spot-XRP-ETFs kamen erst im November 2025 auf den Markt — nach dem Vergleich im jahrelangen SEC-Rechtsstreit gegen Ripple. Seither flossen netto 1,4 Milliarden Dollar in die Produkte, das verwaltete Vermögen erreichte Anfang März 2026 rund 1,44 Milliarden Dollar. An lediglich neun Handelstagen verzeichneten die ETFs Nettoabflüsse.

Bloomberg-ETF-Analysten James Seyffart und Eric Balchunas weisen jedoch darauf hin, dass schätzungsweise 84 Prozent der ETF-Bestände von Privatanlegern gehalten werden, die unterhalb der 13F-Meldepflicht liegen. Die institutionellen Zahlen erfassen also nur einen Bruchteil der tatsächlichen Investorenbasis.

Auffällig ist das Timing: Während Goldman seine Position aufbaute, verlor XRP deutlich an Wert. Von einem Hoch nahe 2,40 Dollar Anfang Januar 2026 fiel der Token um mehr als 40 Prozent. Aktuell notiert XRP bei 1,51 Dollar — deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 2,15 Dollar, was die längerfristige technische Schwäche unterstreicht.

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Netzwerk wächst, Kontroverse um Aktienrückkauf

Auf der Netzwerkseite gibt es handfeste Fortschritte. Die Tokenisierung realer Vermögenswerte auf dem XRP Ledger erreichte einen Gesamtwert von 474,6 Millionen Dollar, mit einem repräsentierten Gesamtvolumen von knapp 1,5 Milliarden Dollar. Strukturell bedeutsam ist zudem die Aufnahme von Ripple Prime — dem umbenannten Broker Hidden Road, den Ripple im April 2025 für 1,25 Milliarden Dollar erwarb — in das NSCC-Verzeichnis der DTCC. Damit kann Ripple Prime institutionelle Post-Trade-Volumina direkt über den XRP Ledger abwickeln. Die DTCC verarbeitet jährlich Transaktionen im Quadrillionen-Dollar-Bereich.

Weniger unumstritten ist Ripples angekündigter Aktienrückkauf über 750 Millionen Dollar, der das Unternehmen mit rund 50 Milliarden Dollar bewertet. Kritiker bemängeln, dass die Maßnahme ausschließlich Unternehmensaktionären zugute kommt und teilweise aus XRP-Escrow-Verkäufen finanziert wird — ohne direkten Nutzen für XRP-Tokenhalter.

Ausblick: Roadmap und Kursziele

Das technische Entwicklungsprogramm für 2026 zielt klar auf institutionelle Nutzer: Confidential Multi-Purpose Tokens für das Collateral-Management, ein natives Kreditprotokoll für On-Chain-Kreditmärkte sowie formale Verifikationsverfahren für Kernkomponenten des Ledgers sollen die Infrastruktur für regulierte Finanzanwendungen ausbauen.

Standard Chartered hat sein Kursziel für XRP auf 2,80 Dollar angehoben. Der breitere institutionelle Konsens für Ende 2026 liegt in einer Spanne von 3,00 bis 8,00 Dollar — eine Bandbreite, die die bestehende Unsicherheit widerspiegelt. CEO Brad Garlinghouse bezeichnete 2026 als „entscheidendes Jahr" für Ripple, gestützt auf eine Reihe von Akquisitionen in den Bereichen Zahlungsabwicklung, Verwahrung und Liquiditätsmanagement.

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