XRP: Gewinnerwartungen übertroffen!
Die Stimmung am Kryptomarkt ist frostig, doch hinter den Kulissen baut sich bei XRP eine interessante Konstellation auf. Während der Kurs nach der Korrektur im vierten Quartal kaum vom Fleck kommt, fließt stetig frisches Geld in US-Spot-ETFs und die Infrastruktur rund um Ripple macht regulatorisch einen großen Schritt nach vorn. Wie passt das zusammen – schwacher Kurs, aber starke Fundamentaldaten?
Kursschwäche trotz technischer Signale
XRP bewegt sich aktuell knapp über seinem Jahrestief und notiert mit rund 1,86 US-Dollar deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch von 3,04 US-Dollar. Der Abstand zum 50‑Tage-Durchschnitt von gut 11 % und ein RSI von knapp unter 30 deuten darauf hin, dass der Markt kurzfristig überverkauft ist.
Die Schwäche im vierten Quartal reiht sich in das Gesamtbild des Kryptomarkts ein, der laut Fear-&-Greed-Index seit zwei Wochen im Bereich „Extreme Fear“ steckt (Indexstand: 20). Technische Indikatoren wie der 3‑Wochen-Stochastic-RSI auf Niveaus früherer Zyklus-Tiefs deuten auf nachlassenden Verkaufsdruck hin. Unterstützung kommt zudem aus einer etwas anderen Ecke: Der schwächere japanische Yen hat Carry-Trades wiederbelebt, was XRP/JPY stabilisiert und so den globalen XRP-Preis stützt.
ETF-Zuflüsse: Institutionen nutzen die Schwäche
Während Privatanleger eher auf die Kurskorrektur reagieren, zeigen die Daten auf der institutionellen Seite ein anderes Bild. Seit dem Start der US-Spot-XRP-ETFs im November 2025 haben diese Produkte kumuliert über 1,14 Milliarden US-Dollar an Nettozuflüssen verzeichnet; das verwaltete Vermögen liegt inzwischen bei mehr als 1,25 Milliarden US-Dollar.
Bemerkenswert: Selbst an Tagen, an denen Bitcoin-ETFs teils deutliche Abflüsse verbuchten, lagen die XRP-ETFs in den letzten Dezembertagen im Plus – mit täglichen Nettozuflüssen im Bereich von 8 bis 12 Millionen US-Dollar. Nach Branchenangaben sind damit seit dem Start der Produkte über 4 Milliarden XRP aus dem frei verfügbaren Marktangebot in ETF-Vehikel gewandert. Marktbeobachter sehen darin ein klares Signal, dass institutionelle Investoren die gedrückten Kurse gezielt für Positionsaufbau nutzen.
On-Chain-Daten: Weniger Retail, stabile Nutzung
On-Chain spiegelt sich die Zurückhaltung der Privatanleger deutlich wider. Die Zahl der aktiven Accounts im XRP Ledger fiel am 25. Dezember auf 14.636 und liegt damit klar unter dem Niveau des Hype-Zeitraums im dritten Quartal. Das spekulative Kleinanlegerinteresse ist deutlich abgeflaut.
Gleichzeitig bleibt die eigentliche Nutzung des Netzwerks robust. Ripple-CTO David Schwartz verwies jüngst auf eine globale Liquiditätstiefe von rund 109 Milliarden US-Dollar auf dem Ledger – ein zentraler Faktor für große ODL-Transaktionen (On-Demand Liquidity), die mit möglichst geringer Slippage abgewickelt werden sollen. Das Abwicklungsvolumen bleibt hoch, wird jedoch stärker von institutionellen ODL-Strömen als von klassischen Retail-Transfers getragen.
Regulatorische Meilensteine und Produkt-Roadmap
National Trust Bank: Ripple rückt ins Bankensystem
Ein wichtiger struktureller Schritt erfolgte Mitte Dezember: Am 12. Dezember 2025 erhielt Ripple Labs von der US-Bankenaufsicht OCC eine vorläufige Zulassung für eine National-Trust-Bank-Lizenz. Damit kann Ripple künftig innerhalb des US-Bankensystems operieren und beispielsweise Verwahr- und Abwicklungsservices direkt für institutionelle Kunden anbieten.
Diese Lizenz reduziert regulatorische Unsicherheiten und schafft eine deutlich klarere Basis für Angebote rund um Custody, Settlement und Zahlungsabwicklung mit XRP und verbundenen Produkten. Die Marktteilnehmer werten das als wichtigen Baustein für die langfristige Infrastrukturreife des Ökosystems.
RLUSD und SBI: Testlauf mit USDC – RLUSD später
Beim Stablecoin RLUSD geht Ripple dagegen bewusst schrittweise vor. Berichte vom 26. Dezember bestätigen, dass die japanische SBI Group im Frühjahr 2026 einen Test ihres Zahlungssystems mit USDC durchführen wird – und eben nicht mit RLUSD. Laut Branchenanalysten ist das jedoch kein Absage-Signal an Ripple, sondern vor allem der Zeitachse geschuldet: Als SBI im März 2025 als Stablecoin-Betreiber registriert wurde, war RLUSD noch nicht marktreif.
Die Integration von RLUSD in die SBI-Plattformen bleibt nach Angaben aus dem Umfeld der Beteiligten Teil der mittelfristigen Roadmap und soll nach dem vollständigen Marktstart des Stablecoins folgen. Für Ripple ist das ein weiterer potenzieller Hebel, um die Verknüpfung von Stablecoin- und ODL-Strukturen auszubauen.
Stimmung, Volatilität und kurzfristiger Ausblick
Die allgemeine Marktstimmung bleibt angespannt. Die anstehende Optionenfälligkeit am 26. Dezember mit einem globalen Nominalvolumen von 7,1 Billionen US-Dollar dürfte kurzfristig zusätzliche Schwankungen bringen, da Marktteilnehmer ihre Positionen neu absichern müssen.
Trotz der schwachen Kursentwicklung verweisen Branchenvertreter auf die „Zähigkeit“ der Community. Galaxy-Digital-CEO Mike Novogratz etwa hob hervor, dass nur wenige Assets nach einem Rückgang von rund 35 % in einem Quartal so stabil eine Unterstützungszone wie den Bereich um 1,80 US-Dollar halten könnten.
Entscheidend für die nächsten Wochen bleibt die Marke um 2,00 US-Dollar, die sich als psychologisch und technisch relevante Hürde etabliert hat. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde das Bild der Q4-Korrektur deutlich aufhellen und könnte als Signal gewertet werden, dass die Kombination aus OCC-Banklizenz, hoher ETF-Nachfrage und stabiler Netzwerk-Nutzung zunehmend auch im Kurs ankommt.
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