XRP steht dieser Woche im Mittelpunkt mehrerer bedeutender Entwicklungen gleichzeitig: Ripple kauft eigene Anteile zurück, Goldman Sachs hält die größte institutionelle XRP-ETF-Position überhaupt – und die mächtigste Bankenlobby der USA erwägt eine Klage gegen den Regulierer, der Ripple erst kürzlich eine Bundesbanklizenz erteilt hat.

Ripple bewertet sich mit 50 Milliarden Dollar

Am Mittwoch startete Ripple ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 750 Millionen US-Dollar. Damit bewertet das Unternehmen sich selbst mit rund 50 Milliarden Dollar – ein Aufschlag von 25 Prozent gegenüber der letzten Finanzierungsrunde im November 2025, als Ripple bei einer Bewertung von 40 Milliarden Dollar 500 Millionen Dollar eingesammelt hatte. Das Programm läuft bis April 2026 und richtet sich an frühe Investoren und Mitarbeiter.

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Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Bitcoin und XRP verloren im selben Zeitraum jeweils 30 bis 40 Prozent an Wert. Ripple signalisiert damit Zuversicht in die eigene Entwicklung, unabhängig vom kurzfristigen Marktumfeld. Der Rückkauf berührt die umlaufende XRP-Menge nicht direkt, stärkt aber das Vertrauen in das Ökosystem.

Goldman Sachs kauft – und droht gleichzeitig mit Klage

Goldman Sachs meldete für das vierte Quartal 2025 eine Position von 153,8 Millionen Dollar in Spot-XRP-ETFs und ist damit mit Abstand der größte institutionelle Halter. Allein Goldman Sachs macht rund 73 Prozent der 211 Millionen Dollar aus, die die 30 größten institutionellen Investoren insgesamt in XRP-ETFs halten.

Gleichzeitig gehört Goldman Sachs dem Bank Policy Institute (BPI) an – jener Lobbyorganisation, die eine Klage gegen das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) prüft. Der Grund: Der OCC hatte im Dezember 2025 fünf Krypto- und Fintech-Unternehmen gleichzeitig bedingte nationale Treuhandbank-Lizenzen erteilt, darunter Ripple, Circle und BitGo. Die Bankenverbände kritisieren, dass diese Firmen damit föderale Glaubwürdigkeit erlangen, ohne denselben Kapital- und Compliance-Anforderungen wie traditionelle Banken zu unterliegen. Eine Klage wurde bislang nicht eingereicht; die Entscheidung steht noch aus.

Für Ripple ist die Lizenz strategisch zentral. Analysten sehen darin den möglichen Zugang zu den Zahlungsinfrastrukturen der US-Notenbank – eine Voraussetzung, damit Rippples Stablecoin RLUSD Transaktionen in vollem Bankmaßstab abwickeln kann. RLUSD erreichte weniger als ein Jahr nach dem Launch eine Marktkapitalisierung von 1,58 Milliarden Dollar.

Technische Erweiterungen und institutionelle Integration

Auf Protokollebene schreitet ein Datenschutz-Upgrade für das XRP Ledger voran. Der Vorschlag XLS-0096 sieht verschlüsselte Salden und Transfers für ausgegebene Assets vor – unter Nutzung von Zero-Knowledge-Proofs, mit Prüfwerkzeugen für Regulatoren. Ergänzt wird dies durch sogenannte Confidential Multi-Purpose Tokens, die die Abbildung realer Vermögenswerte wie Immobilien oder Unternehmensanteile auf dem Ledger ermöglichen sollen, ohne sensible Eigentümerdetails offenzulegen.

Ebenfalls Anfang März wurde Ripple Prime – das umbenannte Tochterunternehmen aus der 1,25-Milliarden-Dollar-Übernahme von Hidden Road – in das NSCC-Verzeichnis der DTCC aufgenommen. Damit kann Ripple Prime institutionelle Post-Trade-Volumina direkt über das XRP Ledger abwickeln.

Kurs unter Druck, Ausblick geteilt

XRP notiert derzeit bei rund 1,38 Dollar und damit weit unter dem Jahreshoch von 3,56 Dollar vom Juli 2025. Rund 60 Prozent der umlaufenden XRP-Menge befinden sich laut Analysten aktuell in der Verlustzone. Spot-XRP-ETFs verzeichneten zuletzt drei aufeinanderfolgende Tage mit Nettomittelabflüssen.

Standard Chartered hat sein Kursziel für Ende 2026 auf 2,80 Dollar gesenkt. Ob dieses Niveau erreicht wird, hängt maßgeblich davon ab, wie der Rechtsstreit zwischen BPI und OCC ausgeht – und ob die geplanten XRPL-Protokoll-Upgrades planmäßig in den Mainnet-Betrieb übergehen.

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