XRP: ETF-Nachfrage treibt Rally
XRP tanzt zu Jahresbeginn 2026 aus der Reihe. Während Bitcoin und Ethereum eher seitwärts laufen, zieht der Ripple-Token deutlich an – getragen von frischem Geld aus Spot-ETFs und einem spürbaren Angebotsengpass am Markt. Entscheidend ist dabei weniger der kurzfristige Hype als die Frage, wie nachhaltig dieser institutionelle Rückenwind wirklich ist.
Institutionelle Nachfrage sorgt für Angebotsdruck
Der zentrale Treiber der aktuellen Bewegung ist der Zufluss institutionellen Kapitals über US-gelistete Spot-ETFs. Seit deren Start Ende 2025 haben diese Produkte rund 1,37 Milliarden US-Dollar in XRP eingesammelt. Bemerkenswert: In der ersten Januarwoche verzeichneten die Fonds an mehreren Tagen hintereinander Nettozuflüsse, obwohl Bitcoin- und Ethereum-ETFs im gleichen Zeitraum Abflüsse meldeten.
Parallel dazu trocknet das Angebot an den Börsen aus. On-Chain-Daten zeigen, dass die auf Kryptobörsen gehaltenen XRP-Bestände im zurückliegenden Quartal um 57 % auf etwa 1,6 Milliarden Token gefallen sind – der niedrigste Stand seit 2018. Dieses Abziehen von Liquidität deutet darauf hin, dass vor allem institutionelle Investoren ihre Bestände in Cold Storage verschieben. Damit sinkt der frei handelbare Bestand deutlich, was den Effekt der ETF-Zuflüsse auf den Preis verstärkt.
Technisches Bild: Ausbruch mit Rückenwind
Charttechnisch hat XRP zuletzt einen wichtigen Knoten durchschlagen. In dieser Woche wurde ein Widerstand im Bereich von 2,28 US-Dollar überwunden, der bereits den gesamten Dezember 2025 als Deckel fungierte. Im Anschluss kletterte der Kurs bis auf 2,41 US-Dollar, bevor er wieder in eine Konsolidierung überging.
Die Handelsaktivität zog dabei deutlich an: Das Volumen lag rund 48 % über dem Sieben-Tage-Durchschnitt – ein Signal, dass der Ausbruch von breiter Käufernachfrage begleitet war. Marktbeobachter verweisen zudem auf die Vorgeschichte: Ende 2025 hatten viele Privatanleger um die Marke von 1,85 US-Dollar herum verkauft. Diese Stücke wurden laut Analysen von Großadressen („Whales“) und ETF-Anbietern aufgenommen – ein klassischer Wechsel von „schwachen“ zu „starken Händen“.
Vor diesem Hintergrund wirkt es konsistent, dass XRP aktuell mit rund 2,18 US-Dollar notiert und seit Jahresbeginn um gut 16 % zugelegt hat, während der Kurs zugleich noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,04 US-Dollar bleibt.
Fundamentale Impulse: Banken und Regulierung
Neben der Markttechnik gibt es auch auf der Fundamentalseite Rückenwind. In Japan haben sich die Kooperationen mit großen Finanzinstituten weiter vertieft. Dazu zählen unter anderem Mizuho Bank und SMBC Nikko, die das XRP-Ledger für grenzüberschreitende Zahlungen nutzen. Solche Integrationen stützen die Erzählung, dass XRP nicht nur Spekulationsobjekt ist, sondern reale Anwendung im Finanzsektor findet.
Wesentlicher Faktor für die aktuelle Akzeptanz ist zudem die regulatorische Klärung in den USA. Im August 2025 endete der langjährige Rechtsstreit zwischen Ripple und der US-Börsenaufsicht SEC mit einem Vergleich und einer Strafzahlung von 125 Millionen US-Dollar. Wichtig für den Markt: Der Status von XRP als Nicht-Wertpapier wurde bestätigt. Damit entfällt der jahrelange „regulatorische Schatten“, und viele Compliance-Abteilungen institutioneller Anleger haben damit erst grünes Licht für XRP-Investments gegeben.
In der Summe entsteht dadurch ein Umfeld, in dem sowohl die Nutzung des Netzwerks als auch der Zugang für Großinvestoren zunehmen – ein nicht zu unterschätzender Mix für die mittelfristige Wahrnehmung des Tokens.
Stimmung und Risiken im Derivatemarkt
Die Marktstimmung ist deutlich ins Positive gekippt. In TV-Beiträgen wurde XRP zuletzt sogar als „heißester Krypto-Trade 2026“ bezeichnet. Solche Schlagzeilen spiegeln die Dynamik wider, können aber auch ein Warnsignal sein, wenn die Erwartungshaltung zu hoch steigt.
Im Derivatemarkt zeigen sich erste Überhitzungstendenzen. Die Finanzierungsraten für unbefristete Futures („Perpetual Swaps“) ziehen an – ein Hinweis darauf, dass viele Marktteilnehmer gehebelt auf weiter steigende Kurse setzen. Gleichzeitig trifft diese spekulative Nachfrage auf eine verknappte Spot-Liquidität, was kurzfristige Ausschläge verstärken kann, insbesondere in der Zone um den jüngsten Widerstand bei etwa 2,40 US-Dollar.
Für die nächsten Wochen dürfte entscheidend sein, ob die ETF-Zuflüsse anhalten und die Bestände auf den Börsen weiter sinken. Setzt sich dieser Trend fort, bleibt das Umfeld für höhere Bewertungen grundsätzlich intakt, auch wenn zwischenzeitliche, teils scharfe Rücksetzer bei der aktuell hohen Volatilität von über 58 % einkalkuliert werden müssen.
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