Die neu aufgelegten XRP-Spot-ETFs verzeichnen einen drastischen Rückgang der wöchentlichen Zuflüsse. Während das Interesse an den reinen Finanzprodukten vorerst abkühlt, treibt Ripple die reale Nutzung seiner Technologie weiter voran. Eine gestern verkündete Kooperation mit dem globalen Zahlungsdienstleister Convera zeigt, dass die Infrastruktur unabhängig vom aktuellen Marktumfeld wächst.

Die Zahlen bei den Börsenprodukten sprechen eine klare Sprache. Von einem anfänglichen Hoch bei 200 Millionen US-Dollar fielen die wöchentlichen Zuflüsse in die sieben Spot-ETFs auf nur noch 2 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Minus von 99 Prozent. Dennoch verwalten diese Fonds weiterhin kumulativ 1,32 Milliarden US-Dollar, wovon ein Großteil aus der Umwandlung des Grayscale-Trusts stammt. Diese Zurückhaltung der Investoren spiegelt sich im breiteren Kryptomarkt wider, der aktuell von extremer Vorsicht geprägt ist. Der Token notiert derzeit bei 1,35 US-Dollar und hat seit Jahresbeginn rund 28 Prozent an Wert verloren.

Neue Wege im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr

Abseits der Börsenprodukte rückt die operative Anwendung in den Fokus. Am gestrigen 31. März gab Ripple eine strategische Zusammenarbeit mit Convera bekannt. Der ehemalige Geschäftsbereich von Western Union wickelt Zahlungen in über 140 Währungen ab. Künftig nutzt das Unternehmen die Blockchain-Infrastruktur von Ripple für grenzüberschreitende Transaktionen.

Dabei kommt das sogenannte „Stablecoin Sandwich“-Modell zum Einsatz. Zahlungen starten und enden in klassischen Fiat-Währungen. Die eigentliche Abwicklung im Hintergrund läuft über regulierte Stablecoins und die Liquiditäts-Infrastruktur von Ripple. Diese Methode kombiniert etablierte Zahlungsnetzwerke mit der Effizienz der Blockchain.

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Regulatorische Klarheit und Analysten-Ziele

Parallel dazu wächst das Ökosystem um den hauseigenen Stablecoin RLUSD, der im ersten Quartal eine Umlaufversorgung von über 1,2 Milliarden US-Dollar erreichte. Ein weiterer Meilenstein ist die Aufnahme von XRP in den Digital Commodity Index von Fidelity. Rund 46 Millionen Brokerage-Kunden erhalten so einen indirekten Zugang. Möglich wurde dieser Schritt durch die Einstufung als „Digital Commodity“ durch die US-Regulierungsbehörden SEC und CFTC.

Das von Angst geprägte Marktumfeld führt derweil zu angepassten Erwartungen bei großen Finanzinstituten und Charttechnikern:

  • Standard Chartered: Kursziel für 2026 von 8,00 auf 2,80 US-Dollar gesenkt (Ziel 2028 bleibt bei 12,60 US-Dollar).
  • Kritische Unterstützung: 1,20 US-Dollar.
  • Wichtiger Widerstand: 1,50 US-Dollar (notwendig für ein Kursziel von 2,40 US-Dollar).

Die kurzfristige Preisentwicklung hängt nun stark von den institutionellen Kapitalströmen ab. Laut Prognosen von CoinCodex ist für das zweite Quartal 2026 eine Konsolidierung zwischen 1,20 und 1,80 US-Dollar wahrscheinlich. Dieses Szenario gilt solange, wie die wöchentlichen ETF-Investitionen nicht wieder die Marke von 10 Millionen US-Dollar überschreiten. Langfristig festigen die regulatorische Einstufung und Partnerschaften wie mit Convera die fundamentale Basis des Netzwerks.

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