XRP hatte in dieser Woche gleich zwei gegensätzliche Impulse zu verdauen: Auf der einen Seite sorgte ein Rekord-Abfluss aus einem Grayscale-ETF für spürbaren Verkaufsdruck. Auf der anderen Seite gab es Rückenwind aus dem Gerichtssaal und neue Schritte bei Ripples Produktstrategie. Wie passt das zusammen?

Grayscale zieht Geld ab – und reißt den Markt mit

Der Auslöser für die Turbulenzen war ein großer Schritt von Grayscale: Am 29. Januar zog der Asset Manager laut SoSoValue-Daten 98,39 Millionen US-Dollar aus seinen XRP-ETF-Beständen ab – der größte Tagesabfluss in der bisherigen ETF-Historie des Tokens.

Das blieb nicht ohne Folgen. Die Rückgaben überwogen die Zuflüsse anderer Produkte deutlich. Unterm Strich kam es an diesem Tag zu rund 93 Millionen US-Dollar Nettoabflüssen über den Markt hinweg. Die gesamten Spot-ETF-Vermögenswerte fielen laut Benzinga in nur einer Sitzung von 1,39 auf 1,21 Milliarden US-Dollar – ein Minus von 180 Millionen US-Dollar.

Andere Käufer sind da – aber zu klein

Ganz so einseitig war das Bild allerdings nicht. Andere Anbieter hielten dagegen: Canary (XRPC) und Bitwise verzeichneten laut AMBCrypto tägliche Zuflüsse von 2,10 bzw. 2,41 Millionen US-Dollar. Franklin steuerte zusätzlich 972.760 US-Dollar bei.

Diese Beträge wirkten im Vergleich zum Grayscale-Abfluss aber wie ein Eimer Wasser gegen einen Küchenbrand: Insgesamt standen weiterhin Tagesabflüsse von 92,92 Millionen US-Dollar zu Buche. Auf Wochensicht summierten sich die Nettoabflüsse laut Quelle auf 69,05 Millionen US-Dollar.

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Einordnung in Kürze:
- Größter Treiber der Bewegung: Rekord-Rückgaben bei Grayscale (98,39 Mio. USD)
- Gegenwind für die ETF-Bilanz: -180 Mio. USD Spot-ETF-Assets an einem Tag
- Gegenkräfte: kleine, aber vorhandene Zuflüsse bei anderen Emittenten

Juristischer Rückenwind und neue Plattform

Parallel zum Marktdruck kam eine Nachricht, die Ripple strategisch in die Karten spielt: Am 27. Januar bestätigte das Berufungsgericht des Ninth Circuit die Abweisung einer Sammelklage gegen Ripple Labs. Hintergrund: Ein Kläger hatte seit 2018 argumentiert, Ripple habe XRP als nicht registrierte Wertpapiere verkauft. Das Gericht sah die Bundeswertpapieransprüche jedoch als verjährt an und verwies darauf, dass XRP erstmals etwa 2012–2013 öffentlich angeboten wurde.

Das Urteil stärkt Ripples Position nach dem SEC-Vergleich aus August 2025: Damals ließen beide Seiten ihre Berufungen fallen und Ripple zahlte 125 Millionen US-Dollar – deutlich unter der ursprünglich geforderten Summe von 2 Milliarden US-Dollar.

Operativ setzt Ripple zudem ein Signal Richtung Unternehmen: Am 28. Januar startete Ripple „Ripple Treasury“, eine Plattform für Cash- und Digital-Asset-Management. Sie folgt auf die Übernahme des Treasury-Anbieters GTreasury für 1 Milliarde US-Dollar im Oktober 2025. Laut der Ankündigung soll das System unter anderem Cash, Stablecoins und tokenisierte Fonds bündeln und grenzüberschreitende Abwicklungszeiten über Ripples Stablecoin RLUSD von Tagen auf Sekunden verkürzen.

Als nächster Termin steht außerdem der „XRP Community Day 2026“ am 11. und 12. Februar an. Dort sollen CEO Brad Garlinghouse und Präsidentin Monica Long laut AMBCrypto über institutionelles Wachstum sowie Pläne rund um ETFs und ETPs sprechen.

Zum Kursbild passt das: XRP schloss am Freitag bei 1,81 US-Dollar und markierte damit zugleich sein 52‑Wochen‑Tief; der RSI (14 Tage) liegt mit 28,8 im überverkauften Bereich.

Im größeren ETF-Kontext ist der Bruch der Serie auffällig: Seit dem Start im November 2025 hatten XRP-ETFs laut Yahoo Finance 35 Handelstage in Folge keine einzige Rückgabe verzeichnet – bis zum 29. Januar. Genau dieser Stimmungswechsel dürfte kurzfristig das entscheidende Thema bleiben.

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