Wolfspeed Aktie: Völlig unberechenbar!
Die Rückkehr des Halbleiter-Spezialisten an die Börse gleicht einem Ritt auf der Rasierklinge. Kaum aus dem Insolvenzverfahren entlassen, erleben Anleger ein Wechselbad der Gefühle. Während die bereinigte Bilanz Hoffnung weckt, drücken operative Probleme und ein enttäuschender Ausblick massiv auf die Stimmung. Ist das der Startschuss für eine Erholung oder nur das nächste Kapitel im Abwärtsstrudel?
Analysten warnen vor Absturz
Die Skepsis an der Wall Street ist mit Händen zu greifen. Der Analystenkonsens lautet derzeit klar "Reduzieren". Von acht beobachtenden Brokerhäusern raten vier direkt zum Verkauf ("Sell"), während nur drei Kaufempfehlungen aussprechen.
Besonders alarmierend ist die Diskrepanz beim Kursziel: Der Durchschnitt liegt bei lediglich 10,50 Dollar – weit unter dem aktuellen Handelsniveau von rund 20 Dollar. Anleger müssen sich fragen, ob der Markt die Risiken hier völlig falsch einpreist. Während Susquehanna mit einem Kursziel von 30 Dollar noch Potenzial sieht, bleibt Weiss Ratings bei einer klaren Verkaufsempfehlung.
Weg vom E-Auto-Klumpenrisiko
CEO Robert Feurle versucht indes, das Ruder herumzureißen. Nach einem Kurssprung von über 10 Prozent am 25. November präsentierte er seine Vision für den Turnaround. Seine Kernbotschaft: Die Zeiten als "One-Trick-Pony", das fast ausschließlich am Tropf der Elektroauto-Industrie hängt, müssen enden. Das sei "sehr, sehr gefährlich".
Die neue Strategie zielt auf eine massive Diversifizierung ab, um die Nachfrage im breiteren Markt für Siliziumkarbid-Halbleiter abzuschöpfen:
- KI-Rechenzentren
- Luft- und Raumfahrtanwendungen
- Energieinfrastruktur
- Energiespeichersysteme
- Industrielle Anwendungen
Zahlen sprechen klare Sprache
Doch Visionen bezahlen keine Rechnungen, und die Zahlen zeigen ein düsteres Bild. Zwar fiel der Verlust pro Aktie im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 mit -0,63 Dollar geringer aus als befürchtet. Der Schock folgte jedoch beim Ausblick: Für das zweite Quartal rechnet das Management nur mit 150 bis 190 Millionen Dollar Umsatz.
Analysten hatten hier fest mit fast 232 Millionen Dollar gerechnet. Diese massive Verfehlung löste bereits einen nachbörslichen Einbruch von 18 Prozent aus und unterstreicht die anhaltende Nachfrageschwäche. Die Fundamentaldaten bleiben besorgniserregend:
* Marktkapitalisierung bei nur noch rund 535 Millionen Dollar
* KGV weiterhin tief im negativen Bereich (-32)
* Erwarteter Jahresverlust von rund 4 Dollar pro Aktie
Nach der Insolvenz ist vor der Unsicherheit
Seit dem Verlassen des Insolvenzschutzes (Chapter 11) Ende September 2025 hat sich die Struktur von Wolfspeed radikal verändert. Die Schuldenlast wurde zwar um rund 70 Prozent gedrückt und Zinslasten halbiert, doch der Preis dafür war hoch. Die Kontrolle liegt nun faktisch bei den ehemaligen Gläubigern wie Apollo Global Management und Renesas Electronics. Altaktionäre sahen ihre Anteile durch eine massive Verwässerung fast vollständig entwertet.
Auch technisch wirkt die Aktie instabil. Die große Diskrepanz zwischen dem 50-Tage-Schnitt (22,04 Dollar) und dem 200-Tage-Schnitt (8,69 Dollar) zeugt von der extremen Volatilität nach der Restrukturierung. Ein oft extrem dünnes Handelsvolumen verschärft die Kursschwankungen zusätzlich und macht das Papier für Trader zum Risikofaktor.
Der Wettbewerb gegen Riesen wie Infineon oder STMicroelectronics bleibt brutal, und die erhoffte Erholung im E-Auto-Sektor lässt weiter auf sich warten. Wolfspeed kämpft nicht nur um Marktanteile, sondern schlicht um Relevanz in einem gesättigten Markt.
Wolfspeed-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Wolfspeed-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:
Die neusten Wolfspeed-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Wolfspeed-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Wolfspeed: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








