Wiener Börse (Nachmittag) - ATX 0,5 Prozent im Plus / Wirtschaftspolitik von Donald Trump weiter im Fokus - Gute Einkaufsmanagerindizes untermauern Gewinne - DO&CO, voestalpine gesucht
Die Wiener Börse hat sich am Freitagnachmittag weiter leicht im Plus gehalten. Der ATX lag gegen 15 Uhr mit einem Aufschlag von 0,46 Prozent bei 3.852,04 Punkten. Auch an anderen Börsen in Europa ging es leicht nach oben, der deutsche DAX erreichte ein neues Rekordhoch. Angetrieben wurden die Märkte von der Hoffnung auf eine wirtschaftsfreundliche Politik des frisch angelobten US-Präsidenten Donald Trump.
Zuletzt hatte Trump zudem gesagt, er werde Saudi-Arabien und andere OPEC-Staaten auffordern, "die Ölpreise zu senken". Er sagte voraus, dass die Maßnahmen des Kartells die Inflation verringern und die Senkung der Zinssätze ermöglichen werde. Die Ängste vor den Folgen der angekündigten Zollerhöhungen traten hingegen zuletzt etwas in den Hintergrund.
Die am Vormittag vermeldeten Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone untermauerten die gute Börsenstimmung. Die Wirtschaft der Eurozone hat zu Jahresbeginn erstmals seit dem vergangenen Sommer wieder ein kleines Wachstum geschafft. Der Einkaufsmanagerindex für Jänner stieg überraschend kräftig um 0,6 auf 50,2 Punkte, wie der Finanzdienstleister S&P Global am Freitag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 4.200 Unternehmen mitteilte.
Das Barometer lag damit erstmals seit August 2024 wieder über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. "Der Index liegt zwar immer noch auf einem niedrigen Niveau. Der erneute Anstieg macht aber Hoffnung, dass sich die Wirtschaft nach einem schwachen vierten Quartal 2024 im neuen Jahr etwas beleben wird", schreiben die Analysten der Commerzbank in einer ersten Reaktion.
Die Kursbewegungen der meisten ATX-Werte hielten sich am Vormittag großteils in engen Bandbreiten. An der Spitze im Index fanden sich DO&CO mit einem Plus von 2,7 Prozent. Gut gesucht waren auch die Schwergewichte Lenzing, voestalpine und Andritz mit Gewinnen von jeweils gut 2 Prozent.
Die größten ATX-Verlierer waren die Aktien des Ölfeldausrüsters Schoeller Bleckmann mit einem Minus von 1,7 Prozent. Die Ölpreise hatten zuletzt mit deutlichen Abgaben auf die Ankündigungen von Donald Trump reagiert, konnten sich am Freitag aber wieder etwas erholen.
Weiter sehr volatil präsentierten sich die Aktien der Pierer Mobility und legten zuletzt 13,1 Prozent zu. Stefan Pierer gibt im Zuge des Sanierungs- und Restrukturierungsversuchs der KTM den Vorstandsvorsitz beim Mutterkonzern Pierer Mobility und der KTM AG ab. Zum CEO wird der im Konzern bereits leitend als Vorstand tätige Gottfried Neumeister. Pierer bleibe Co-CEO und wolle den "Sanierungsprozess begleiten", ging am Donnerstagabend aus einer Konzernmitteilung hervor.
AMAG-Aktien befestigten sich nach einer neuen Empfehlung um 0,42 Prozent auf 24,10 Euro. Die Analysten der Baader Bank haben ihr Kursziel für die Aktien der AMAG zwar von 34,00 auf 26,50 Euro gesenkt, ihre Empfehlung "Add" aber bestätigt.
Mit Spannung erwartet wird an den Börsen jetzt die in der kommenden Woche anstehende Zinsentscheidung der EZB. Eine Zinssenkung im Ausmaß von 0,25 Prozentpunkten am kommenden Donnerstag gilt an den Märkten als praktisch sicher.
mik/kat
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