Wacker Chemie Aktie: Gute Zukunftsaussichten!
Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie meldete heute einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2025 – und die Aktie legte trotzdem um mehr als sechs Prozent zu. Was steckt hinter dieser scheinbar widersprüchlichen Reaktion?
Die Antwort liegt im Ausblick. Das Management prognostiziert für 2026 ein EBITDA zwischen 550 und 700 Millionen Euro – nach nur 427 Millionen Euro im Vorjahr. Anleger scheinen die schwachen Zahlen als bekannt einzupreisen und blicken stattdessen auf die mögliche Erholung.
Belastungen auf breiter Front
Der Verlust ist vor allem auf Bewertungskorrekturen in Höhe von knapp 600 Millionen Euro zurückzuführen. Allein die Abschreibung der Beteiligung am Waferhersteller Siltronic schlug mit 308 Millionen Euro zu Buche. Weitere Wertminderungen betrafen latente Steuern sowie Firmenwerte aus der ADL-Biopharma-Übernahme. Der Gesamtumsatz sank um vier Prozent auf 5,49 Milliarden Euro.
Besonders das Polysilizium-Segment litt unter dem Einbruch der Solarnachfrage – das operative Ergebnis halbierte sich dort auf 96 Millionen Euro. Das Polymergeschäft büßte wegen der globalen Baukrise, vor allem in China und Westeuropa, sechs Prozent beim Umsatz ein. Lediglich die Silicones-Sparte hielt ihr Ergebnis mit 336 Millionen Euro stabil.
Parallel dazu stiegen die Nettofinanzschulden um 28 Prozent auf 886 Millionen Euro. Um die Liquidität zu sichern, platzierte der Konzern im vierten Quartal ein Schuldscheindarlehen über 435 Millionen Euro. Die Dividende für 2025 wird vollständig gestrichen.
Sparprogramm als Fundament für 2026
Mit dem im Herbst 2025 gestarteten Programm „PACE" will Wacker Chemie die Kostenbasis dauerhaft senken. Bis Ende 2027 sollen die jährlichen Kosten um mehr als 300 Millionen Euro sinken – verbunden mit dem Abbau von über 1.500 Stellen weltweit, der Großteil davon in Deutschland.
CEO Christian Hartel erwartet für 2026 noch keine Trendwende im Markt, stellt aber ein leichtes Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich in Aussicht. Das deutlich höhere EBITDA-Ziel von 550 bis 700 Millionen Euro basiert damit weniger auf einer Markterholung als auf der Wirkung des Sparprogramms. Ob „PACE" die erhofften Einsparungen planmäßig liefert, wird über die Glaubwürdigkeit dieses Ausblicks entscheiden – und dürfte die Aktie in den kommenden Quartalen maßgeblich bewegen.
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