Vulcan Energy vollzieht den Übergang von der Entwicklungs- in die Umsetzungsphase: Der australische Lithiumentwickler hat den Start der Bauarbeiten für das zentrale Lionheart-Projekt im Oberrheingraben bekanntgegeben. Grundlage ist ein vollständig gesichertes Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro, das die Kapitalbasis für den Projektbau schafft. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie solide das Vorhaben finanziell und industriell abgestützt ist – und genau hier liefern die jüngsten Beschlüsse klare Antworten.

HOCHTIEF steigt zum Ankerinvestor auf

Der Baukonzern HOCHTIEF hat sein Engagement deutlich ausgeweitet und mehr als 58 Millionen neue Aktien übernommen. Der Gesamtanteil steigt damit auf 15,41 %.

Mit der erhöhten Beteiligung sind Governance-Rechte verbunden: Solange HOCHTIEF mindestens 10 % hält, kann der Konzern ein Mitglied für den Aufsichtsrat benennen. Die Beteiligung wird als Signal starken industriellen Vertrauens in die Umsetzbarkeit und den Zeitplan des Projekts gewertet.

Finanzierung im Detail

Die Gesamtfinanzierung von 2,2 Milliarden Euro (3,9 Milliarden australische Dollar) ruht auf mehreren Bausteinen:

  • 1,18 Milliarden Euro vorrangige Kredite eines Bankenkonsortiums
  • 528 Millionen Euro aus einer garantierten Kapitalerhöhung
  • 204 Millionen Euro an Fördermitteln der deutschen Regierung
  • 150 Millionen Euro Eigenkapital aus dem KfW-Rohstofffonds
  • 133 Millionen Euro von strategischen Investoren wie HOCHTIEF, Siemens Financial Services und Demeter

Das Angebot an Privatanleger wurde am 30. Dezember 2025 abgeschlossen, womit der Eigenkapitalanteil der Finanzierung steht. Die neu ausgegebenen Aktien werden bereits gehandelt.

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Die Kapitalmaßnahme hat die Aktionärsstruktur deutlich verschoben. Kurzfristig orientierte Investoren, darunter Citigroup Global Markets Australia, haben ihre Positionen reduziert und gelten nicht länger als bedeutende Anteilseigner. Dadurch gewinnen langfristige strategische Partner an Gewicht im Aktionariat.

An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 4,85 australischen Dollar und damit leicht unter dem Vortagesschluss. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei 8,08 australischen Dollar.

Bauphase und Projektmeilensteine

Mit Abschluss der Finanzierung richtet das Management den Fokus nun klar auf die Umsetzung des Lionheart-Projekts. Für das erste Quartal 2026 sind mehrere operative Schritte vorgesehen:

  • Offizieller Baubeginn der zentralen Aufbereitungsanlagen
  • Abruf der ersten Kredittranchen
  • Beginn vorbereitender Arbeiten auf den Projektflächen

Auf der Nachfrageseite besteht bereits hohe Planungssicherheit. Die Lithiumproduktion der ersten zehn Betriebsjahre ist vollständig über Abnahmeverträge mit europäischen Kunden abgesichert. Diese Vereinbarungen schaffen frühzeitig Transparenz über künftige Erlösströme, sobald die Produktion startet.

Finanzlage im Entwicklungsstadium

Der für das Geschäftsjahr 2024 ausgewiesene Nettoverlust von 42,4 Millionen Euro entspricht dem kapitalintensiven Entwicklungsstadium vor Produktionsbeginn.

Die Marktkapitalisierung beläuft sich derzeit auf rund 1,99 Milliarden australische Dollar bei etwa 412 Millionen ausstehenden Aktien. Die Handelsspanne der vergangenen zwölf Monate reicht von 3,36 bis 7,52 australische Dollar und spiegelt die typische Schwankungsbreite von Lithiumentwicklern in der Vorproduktionsphase wider, die entscheidende Finanzierungs- und Genehmigungsschritte durchlaufen.

In den kommenden Monaten dürfte sich die Bewertung zunehmend daran orientieren, ob Vulcan Energy die angekündigten Bau- und Finanzmeilensteine im Zeitplan erreicht und damit den Übergang in die Produktionsphase wie geplant vorbereitet.

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