Vulcan Energy startet mit einem deutlichen Plus ins neue Jahr. Trotz des Rückzugs von Citigroup als Großaktionär liegt die Aktie seit Jahresbeginn rund 10 Prozent im Plus und schlägt damit den australischen Leitindex klar. Im Hintergrund treiben vor allem die gesicherte Milliardenfinanzierung für das Lionheart-Projekt und eine rege Umschichtung im Aktionariat die Dynamik.

Citigroup-Ausstieg und hohe Umsätze

Citigroup Global Markets Australia und verbundene Gesellschaften gelten seit dem 2. Januar nicht mehr als wesentliche Anteilseigner von Vulcan Energy. Der Rückgang der Beteiligung resultierte überwiegend aus Anpassungen bei Wertpapierleihe-Vereinbarungen sowie normalen Börsentransaktionen, nicht aus einem offiziell kommunizierten Strategiewechsel.

Parallel dazu zog das Papier verstärkt Käufer an. Die Handelsumsätze der laufenden Woche im Überblick:

  • 6. Januar: Schlusskurs 4,89 AUD (+5,8 %), Volumen 6,6 Mio. Aktien (mehr als das Doppelte des Durchschnitts von ca. 2,8 Mio.)
  • 7. Januar: Spanne 4,75–5,01 AUD, Schlusskurs 4,85 AUD, Volumen 4,5 Mio. Aktien
  • 8. Januar: Eröffnung bei 4,80 AUD, Spanne 4,72–4,91 AUD, Volumen rund 3 Mio. Aktien

Die starke Nachfrage deutet darauf hin, dass der Ausstieg von Citigroup von anderen Marktteilnehmern aufgefangen wird.

Deutliche Outperformance zum ASX 200

Seit Jahresbeginn hat die Aktie knapp 10 Prozent gewonnen. Im gleichen Zeitraum kommt der S&P/ASX 200 lediglich auf ein Plus von 0,21 Prozent. Vulcan Energy bringt es damit aktuell auf eine Marktkapitalisierung von rund 2,3 Milliarden AUD.

Zuvor hatte der Kurs allerdings mehr als 30 Prozent gegenüber den Novemberhochs 2025 abgegeben, bevor die aktuelle Erholung einsetzte. Die jüngste Stärke ist somit auch als Gegenbewegung nach einem kräftigen Rückgang zu sehen.

Milliardenfinanzierung für Lionheart

Ein zentraler Faktor für das Interesse am Titel ist die im Dezember 2025 finalisierte Finanzierung für das deutsche Lionheart-Projekt. Das Gesamtpaket umfasst 2,2 Milliarden Euro und zählt zu den größten Finanzierungszusagen für ein nachhaltiges Lithium-Projekt in Europa.

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Beteiligt sind mehrere institutionelle Schwergewichte:

  • Europäische Investitionsbank (EIB)
  • Deutscher Bund über den KfW-Rohstofffonds
  • Siemens Financial Services
  • HOCHTIEF

Die gesicherte Finanzierung erhöht die Visibilität des Projekts deutlich, auch wenn sich dies zunächst nicht in einer nachhaltigen Kursrally widerspiegelte.

Analysten uneins

Die Einschätzungen der Analysten gehen spürbar auseinander. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 5,71 AUD und impliziert ausgehend vom aktuellen Kursniveau rund 18 Prozent Aufwärtspotenzial. Die Spanne der Schätzungen ist jedoch groß: Das höchste Ziel liegt bei 10,98 AUD, das niedrigste bei 3,38 AUD.

Berenberg stuft die Aktie mit „Buy“ ein und nennt ein Kursziel von 7,50 AUD. Auf der Gegenseite steht eine Short-Quote von 3,39 Prozent des Freefloats. Mit einem Days-to-Cover-Wert von unter zwei Tagen erscheint das Risiko eines ausgeprägten Short Squeeze derzeit begrenzt.

Technisches Bild: Stabilisierung in enger Spanne

Charttechnisch hat sich die Aktie nach dem Rückgang im Dezember in einer Spanne zwischen 4,30 und 5,00 AUD eingependelt. Auf 52-Wochen-Sicht reicht die Handelsspanne von 3,36 bis 7,52 AUD, damit notiert der Titel aktuell in der unteren Hälfte seines Jahreskorridors.

Gleichzeitig setzt sich die Neuordnung im Aktionariat fort: Neue Investoren übernehmen Stücke, die zuvor von Citigroup-Gesellschaften gehalten wurden. Dieser institutionelle Wechsel kann mittelfristig zu einer stabileren Eigentümerstruktur führen, vorausgesetzt die operative Umsetzung des Lionheart-Projekts verläuft wie geplant.

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