Vulcan Energy Aktie: Neuer Ankerinvestor
Vulcan Energy startet mit veränderter Eigentümerstruktur ins neue Jahr. Nach Abschluss des 2,2-Milliarden-Euro-Finanzierungspakets für das Phase-One-Projekt Lionheart steigt der deutsche Baukonzern HOCHTIEF zum strategischen Großaktionär auf. Parallel dazu verliert Citigroup den Status als bedeutender Anteilseigner. Was bedeutet diese Verschiebung im Aktionariat für die nächste Projektphase?
HOCHTIEF baut Beteiligung deutlich aus
HOCHTIEF hat seinen Einstieg klar vertieft und sichert sich damit eine zentrale Rolle bei Vulcan Energy. Der Anteil steigt von 6,7 % auf 15,41 %, nachdem der Konzern rund 58,0 Millionen neue Aktien zu 4,00 AUD je Anteilsschein aus dem Shortfall der Bezugsrechtsemission übernommen hat.
Im Rahmen der strategischen Partnerschaft erhält HOCHTIEF das Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat bzw. Board of Directors von Vulcan Energy zu entsenden, solange der Anteil nicht unter 10 % fällt. Damit wird die Doppelrolle als Großaktionär und Baupartner formal verankert: Über das Joint Venture mit Sedgman ist HOCHTIEF zudem im EPCM-Vertrag (Engineering, Procurement, Construction Management) für die Bauphase eingebunden.
Das Retail-Bezugsangebot wurde am 23. Dezember geschlossen, die neuen Aktien am 30. Dezember zugeteilt. Privatanleger, die die Mehrbezugsoption genutzt haben, erhielten zusätzliche Aktien bis zu 100 % ihres ursprünglichen Bezugsrechts.
Citigroup reduziert, Struktur verschiebt sich
Zeitgleich ist Citigroup Global Markets Australia mit verbundenen Unternehmen seit dem 2. Januar nicht mehr als wesentlicher Anteilseigner klassifiziert. Hintergrund sind Anpassungen in Wertpapierleihgeschäften und im laufenden Handel, nicht ein gezielter strategischer Rückzug.
Diese Veränderung fällt zusammen mit der großvolumigen Kapitalerhöhung. Der Zustrom langfristig orientierter strategischer Investoren verändert das institutionelle Aktionariat spürbar zugunsten industrieller Partner wie HOCHTIEF.
Finanzierungsstruktur und Projektfortschritt
Mit der gesicherten Finanzierung wechselt Vulcan Energy von der Entwicklungs- in die Umsetzungsphase des Lionheart-Projekts im Oberrheingraben. Für das erste Quartal 2026 nennt das Management mehrere operative Ziele:
- Offizieller Baustart an den zentralen Anlagen
- Erste Inanspruchnahmen der zugesagten Kreditlinien
- Fortlaufende Projektfortschritte in der Region Oberrheintal
Das Paket über 2,2 Milliarden Euro setzt sich wie folgt zusammen:
- 1,185 Milliarden Euro Senior Debt von 13 Finanzinstituten, darunter die Europäische Investitionsbank
- 204 Millionen Euro Fördermittel der deutschen Bundesregierung
- 150 Millionen Euro Eigenkapitalinvestition des KfW-Rohstofffonds
- Rund 545 Millionen Euro aus der Aktienemission
Damit ist die Finanzierung von Phase One breit aufgestellt und kombiniert Fremdkapital, staatliche Unterstützung und Eigenkapital von Industrie- und Finanzinvestoren.
Außerordentliche Hauptversammlung im Fokus
Für Montag, den 12. Januar 2026, ist eine außerordentliche Hauptversammlung (EGM) einberufen. Ein ursprünglich vorgesehener Beschlusspunkt (Resolution 2) zu einer bedingten Zusatzplatzierung zugunsten von HOCHTIEF wurde wieder von der Tagesordnung genommen. Grund: Die Zuteilung aus dem Shortfall der Retail-Emission reichte aus, um den HOCHTIEF-Anteil deutlich über die 10-%-Schwelle anzuheben, sodass die Zusatzmaßnahme nicht mehr erforderlich ist.
Bewertung und Analystenschätzungen
Die Aktie von Vulcan Energy wird derzeit mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von etwa 3,3 gehandelt. Damit liegt das Unternehmen über dem Branchendurchschnitt von 2,5, aber unter dynamischeren Wachstumswerten, die im Schnitt bei rund 5,3 liegen.
Der durchschnittliche Analysten-Kurszielkonsens beläuft sich auf 8,08 AUD je Aktie. Ausgehend von jüngsten Kursen um 4,58 AUD signalisiert dies aus Analystensicht weiteres Aufwärtspotenzial, falls der Projektfortschritt wie geplant verläuft.
Nächste Meilensteine und Produktionsziel
Der nächste konkrete Katalysator ist die EGM am 12. Januar, auf der die Aktionäre über zentrale Beschlüsse im Zusammenhang mit dem Finanzierungspaket abstimmen. Nach den erwarteten Zustimmungen plant das Unternehmen, mit den ersten Abrufen der zugesagten Fremdmittel im Einklang mit dem Bauplan zu beginnen.
Die erste Produktion aus Phase One Lionheart ist weiterhin für 2028 vorgesehen, nach einer geschätzten Bauzeit von 2,5 Jahren. Geplant ist eine jährliche Kapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat. Das entspricht Material für rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien pro Jahr und bildet damit die Grundlage für die langfristige Ertragsbasis des Projekts.
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