Der Start ins Jahr 2026 verläuft für Vulcan Energy anders als viele erwartet hätten. Obwohl die Großbank Citigroup ihre wesentliche Beteiligung an dem Lithium- und Geothermie-Entwickler reduziert hat, reagiert der Kurs nicht mit Panik, sondern mit deutlichen Gewinnen. Anleger nutzen den Rückzug der Amerikaner offensichtlich als Einstiegschance, was das Handelsvolumen in dieser Woche massiv in die Höhe treibt und die Frage aufwirft, ob hier eine Bodenbildung stattfindet.

Citigroup-Rückzug als Katalysator

Die Reduzierung der Anteile durch Citigroup erfolgte primär durch Anpassungen im Wertpapierleihgeschäft und den regulären Handel, nicht durch einen feindlichen strategischen Rückzug. Dennoch sorgte die Nachricht für erhebliche Bewegung: Am 6. Januar kletterte das Papier um 5,8 Prozent auf 4,89 AUD. Besonders auffällig war das Handelsvolumen, das mit 6,6 Millionen Aktien mehr als doppelt so hoch ausfiel wie der Tagesdurchschnitt von rund 2,8 Millionen Stück.

Diese Dynamik setzte sich fort. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf knapp 10 Prozent, womit Vulcan den breiten Markt deutlich hinter sich lässt. Zum Vergleich: Der S&P/ASX 200 legte im gleichen Zeitraum lediglich 0,21 Prozent zu. Aktuell notiert die Aktie bei etwa 4,80 AUD, was einer Marktkapitalisierung von rund 2,3 Milliarden AUD entspricht.

Finanzierung steht, Kurs hinkt hinterher

Fundamental gab es bereits im Dezember 2025 entscheidende Neuigkeiten: Das Unternehmen schloss ein Finanzierungspaket über insgesamt 2,2 Milliarden Euro (ca. 3,9 Milliarden AUD) für das "Lionheart"-Projekt in Deutschland ab. Zu den Geldgebern gehören die Europäische Investitionsbank, die Bundesregierung über den KfW-Rohstofffonds sowie strategische Partner wie Siemens Financial Services und HOCHTIEF.

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Trotz dieser massiven Kapitalzusage, die eines der größten Engagements für ein nachhaltiges Lithiumprojekt in Europa darstellt, verlor die Aktie seit den November-Hochs über 30 Prozent. Die Finanzierungssicherheit allein reichte im damaligen Marktumfeld nicht aus, um die Bewertung zu stützen, was den aktuellen Kursanstieg nun umso bemerkenswerter macht.

Gespaltenes Expertenlager

Die Unsicherheit über die operative Umsetzung und den Lithiummarkt spiegelt sich deutlich in den Analystenschätzungen wider. Zwar liegt das durchschnittliche Kursziel mit 5,71 AUD rund 18 Prozent über dem aktuellen Niveau, doch die Spanne der Erwartungen ist extrem weit gefasst:
* Höchstschätzung: 10,98 AUD
* Tiefstschätzung: 3,38 AUD

Auch die Short-Quote von 3,39 Prozent des Streubesitzes deutet auf eine gewisse Skepsis hin, wenngleich das "Days-to-Cover"-Verhältnis von unter zwei Tagen kein unmittelbares Squeeze-Risiko signalisiert.

Charttechnisch hat sich das Papier nach dem Abverkauf im Dezember in einer Range zwischen 4,30 und 5,00 AUD stabilisiert. Das anhaltend hohe Handelsvolumen deutet darauf hin, dass eine Neuordnung der Aktionärsstruktur im Gange ist, bei der neue Investoren die Anteile der Citigroup aufnehmen. Für eine nachhaltige Trendwende über die 52-Wochen-Hochs hinaus muss das Unternehmen nun beweisen, dass es die gesicherten Milliarden effizient in operative Fortschritte ummünzen kann.

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