Vonovia Aktie: Über 50 Prozent Potenzial?
Die Diskrepanz könnte kaum größer sein: Während der Kurs von Deutschlands größtem Wohnimmobilienkonzern nahe dem Jahrestief notiert, sorgt Goldman Sachs für Aufsehen. Die US-Investmentbank stellt sich gegen den negativen Markttrend und sieht in dem Titel derzeit eine außergewöhnliche Kaufgelegenheit. Ist die Angst der Anleger übertrieben oder das Risiko real?
- Goldman Sachs bestätigt Kaufempfehlung ("Buy")
- Kursziel von 36,60 Euro bietet hohes Potenzial
- Neuer CEO Luka Mucic übernimmt Führung
Einziger Kaufkandidat in Deutschland
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre positive Einschätzung für den DAX-Konzern am Freitag bekräftigt. Zwar senkte Analyst Jonathan Kownator das Kursziel minimal auf 36,60 Euro, doch die Kernaussage wiegt schwer: Vonovia ist aktuell der einzige deutsche Immobilienwert, den die Bank zum Kauf empfiehlt.
Gemessen am Schlusskurs vom Freitag bei 24,21 Euro impliziert diese Einschätzung ein theoretisches Aufwärtspotenzial von über 50 Prozent. Die Analysten begründen ihren Optimismus strategisch. Sie sehen in europäischen Immobilienwerten eine attraktive Absicherung gegen eine mögliche Korrektur im überhitzten Technologiesektor. Die substanzhaltigen "Real Assets" des Bochumer Konzerns könnten in geopolitisch unsicheren Zeiten als stabilisierender Faktor im Portfolio dienen.
Neuer CEO und institutionelle Käufe
Unterstützt wird diese These durch signifikante Veränderungen im Management. Seit Januar führt Luka Mucic den Konzern. Der ehemalige Finanzvorstand von SAP gilt an den Märkten als disziplinierter Zahlenmensch. Investoren verbinden mit seiner Personalie die Hoffnung auf eine beschleunigte Entschuldung und operative Effizienzsteigerungen.
Auch das "Smart Money" positioniert sich entsprechend. Der Vermögensverwalter BlackRock stockte seinen Anteil im Januar auf 8,33 Prozent auf. Zudem sorgte Ex-CEO Rolf Buch für Gesprächsstoff, indem er sich Berichten zufolge kurz nach seinem Ausscheiden über Call-Optionen auf der Long-Seite positionierte. Marktbeobachter werten dies als Indiz dafür, dass die aktuelle Bewertung die Substanz des Portfolios nicht adäquat widerspiegelt.
Charttechnisch am Abgrund
Trotz der fundamentalen Zuversicht der Großinvestoren spricht die Charttechnik eine andere Sprache. Die Aktie steht unter erheblichem Druck und notiert mit einem Monatsverlust von gut 11 Prozent deutlich unter der 50-Tage-Linie (25,04 Euro).
Der Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 23,67 Euro ist bedenklich geschrumpft. Sollte diese Unterstützung fallen, drohen weitere Verkäufe durch automatisierte Stop-Loss-Orders. Eine technische Entspannung wäre erst bei einer Rückeroberung der 25-Euro-Marke in Sicht.
Die Aktie befindet sich in einer klassischen Pattsituation zwischen charttechnischem Abwärtstrend und fundamentaler Unterbewertung. Anleger müssen abwägen, ob sie dem pessimistischen Marktmomentum folgen oder der Einschätzung von Goldman Sachs vertrauen, dass der Boden erreicht ist. Die kommenden Handelstage dürften entscheiden, ob die Unterstützung beim Jahrestief hält.
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