Vonovia Aktie: Technisch angeschlagen
Der Kursrutsch zu Wochenbeginn hat die Vonovia-Aktie charttechnisch deutlich unter Druck gebracht. Nach soliden Neunmonatszahlen im November rückt nun weniger die operative Entwicklung als vielmehr das Marktumfeld und die technische Lage in den Vordergrund. Spannend ist vor allem, ob die aktuelle Abwärtsbewegung noch als Korrektur durchgeht – oder ob ein neuer Abwärtstrend entsteht.
Technische Lage: Bruch wichtiger Marken
Am Dienstag geriet die Aktie spürbar unter Verkaufsdruck und verlor rund 3,5 Prozent. Damit wurde nicht nur die 25-Euro-Marke unterschritten, sondern auch eine Reihe technischer Signale ausgelöst.
Heute notiert der Titel mit rund 24,09 Euro nur knapp über dem jüngsten 52‑Wochen‑Tief bei 23,67 Euro. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von knapp 3 Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten liegt die Aktie rund 15,5 Prozent zurück. Besonders auffällig ist der Abstand zu den gleitenden Durchschnitten:
- Aktueller Kurs: 24,09 Euro
- Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt: rund -4 %
- Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: rund -11 %
- 52-Wochen-Hoch: 30,39 Euro (Abstand ca. -21 %)
- RSI (14 Tage): 37,3 (noch nicht klar überverkauft, aber schwach)
Mit dem Rückgang wurde die kurzfristig wichtige Durchschnittslinie (im Quelltext als GD38 beschrieben, rechnerisch nahe am 50-Tage-Durchschnitt) signifikant von oben nach unten durchkreuzt. Für kurzfristig orientierte Trader gilt das häufig als Verkaufssignal. Gleichzeitig zeigt die erhöhte Volatilität von über 57 Prozent (annualisiert), dass die Schwankungen deutlich zugenommen haben – ein klares Zeichen für ein nervöses Marktumfeld.
Fundamentale Stabilität trifft auf Zinssorgen
Der technische Druck steht in einem spürbaren Kontrast zu den zuletzt gemeldeten Geschäftszahlen. Anfang November hatte Vonovia für die ersten neun Monate 2025 Zahlen vorgelegt, die sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis (FFO) über den Analystenerwartungen lagen. Operativ präsentierte sich der Konzern damit stabiler, als es der Sektor zeitweise vermuten ließ.
Diese positiven Impulse sind im aktuellen Kursbild jedoch kaum noch erkennbar. Stattdessen dominieren erneut die bekannten Belastungsfaktoren:
- anhaltende Unsicherheit über die weitere Zinsentwicklung
- schwache Stimmung im gesamten Immobiliensektor
- Fokus vieler Anleger auf die technische Schwäche statt auf Fundamentaldaten
Die Diskrepanz zwischen den „guten Zahlen“ vom November und dem heutigen Kursniveau macht deutlich, wie vorsichtig viele Investoren inzwischen agieren.
Entscheidende Unterstützungszone im Blick
Charttechnisch hat sich der Fokus mit dem Bruch der 25-Euro-Marke klar auf die Unterseite verlagert. Der aktuelle Kurs liegt nur knapp über der nächsten wichtigen Unterstützungszone.
- Kritische Unterstützung: Bereich um 23,60 Euro bzw. nahe dem 52‑Wochen‑Tief
- Risiko: Ein Durchbruch nach unten könnte die Korrektur in Richtung 22 Euro ausweiten
- Chance: Ein stabiler Halt in dieser Zone würde einen möglichen Doppelboden ermöglichen
Hält der Bereich um 23,60 Euro, wäre zumindest eine technische Bodenbildung denkbar. In diesem Fall könnte sich im Chart ein Doppelboden ausprägen, der mittelfristig wieder Spielraum nach oben eröffnen würde. Solange diese Marke jedoch nicht klar bestätigt ist, bleibt die Aktie im Griff der Verkäufer.
Fazit: Kurzfristig Richtungsentscheidung möglich
Die Vonovia-Aktie ist kurzfristig klar technisch geschwächt: Der Bruch der 25-Euro-Marke, der Abstand zu den wichtigen Durchschnittslinien und die Nähe zum 52‑Wochen‑Tief sprechen für eine fragile Lage. Gleichzeitig erinnern die soliden Neunmonatszahlen daran, dass der operative Unterbau stabiler ist, als der Kursverlauf vermuten lässt.
Für die kommenden Wochen dürfte entscheidend sein, ob die Unterstützung im Bereich um 23,60 Euro hält. Gelingt dort eine Stabilisierung, wäre eine Erholung aus technischer Sicht gut begründbar. Rutscht der Kurs dagegen nachhaltig darunter, hätte die laufende Korrektur voraussichtlich weiteres Potenzial nach unten.
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