Vonovia Aktie: Ex-CEO wettet auf 50 Prozent
Rolf Buch hat unmittelbar vor seinem Ausscheiden als Vonovia-Chef eine bemerkenswerte Transaktion durchgeführt: 38.000 Call-Optionen mit einem Basispreis von 36 Euro. Bei einem aktuellen Kurs von rund 24,50 Euro bedeutet das: Der langjährige CEO setzt auf einen Kursanstieg von knapp 50 Prozent bis Ende 2027. Ein Signal der Unterbewertung – oder übertriebener Optimismus?
Die wichtigsten Fakten:
- Ex-CEO Buch kauft 38.000 Call-Optionen (Strike: 36 Euro, Laufzeit: Dezember 2027)
- Vonovia notiert bei 24,50 Euro – rund 21 Prozent unter dem Jahreshoch
- Neuer CEO Luka Mucic übernimmt seit 1. Januar 2026
- Aktie handelt deutlich unter Nettoinventarwert (NAV)
Hochriskante Wette auf Substanzwert
Die Konditionen von Buchs Options-Deal lassen aufhorchen. Anders als bei konservativen Direktinvestitionen profitiert er erst ab einem Kurs deutlich über 36 Euro. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von fast 50 Prozent gegenüber dem heutigen Niveau.
Marktbeobachter werten die Wahl dieses hohen Basispreises als Indiz dafür, dass die interne Bewertung des Immobilienportfolios weit über den aktuellen Börsenkursen liegt. Buch setzt damit nicht auf eine moderate Erholung, sondern auf eine deutliche Neubewertung der Vonovia-Substanz durch den Kapitalmarkt.
Die Laufzeit bis Ende 2027 gibt dem Szenario zwar Zeit zur Entfaltung – setzt aber voraus, dass der operative Turnaround unter dem neuen Management gelingt.
Mucic muss liefern
Seit Jahresanfang lenkt Luka Mucic die Geschicke des DAX-Konzerns. Der frühere SAP- und Vodafone-Finanzvorstand gilt als ausgewiesener Bilanz-Experte. Seine Aufgabe: Kostendisziplin verschärfen, Schulden managen, Liquidität sichern.
Investoren erwarten von ihm konkret:
- Weitere Effizienzsteigerungen in der Bewirtschaftung
- Verkauf von Randbeständen zur Stärkung des Cashflows
- Sicherung der Refinanzierung zu akzeptablen Konditionen
Die Personalie wird am Markt positiv aufgenommen. Mucic hat das Vertrauen internationaler Kapitalgeber – eine Voraussetzung, um die Zinsbelastung mittelfristig zu senken und die Profitabilität zu steigern.
Charttechnik bleibt angespannt
Trotz der Insider-Signale bewegt sich die Aktie in schwierigem Fahrwasser. Der Bereich um 24 Euro fungiert als kritische Unterstützung. Ein Unterschreiten dieser Marke könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen.
Auf der Oberseite muss der Titel zunächst die 25-Euro-Schwelle und anschließend den 200-Tage-Durchschnitt bei 27,33 Euro zurückerobern. Erst dann würde sich das charttechnische Bild aufhellen und Buchs Kursziel von 36 Euro in realistische Reichweite rücken.
Das fundamentale Umfeld stabilisiert sich: Die Zinsangst lässt nach, der Abschlag zum NAV bietet theoretisch einen Sicherheitspuffer. Doch der Sprung über die charttechnischen Hürden steht noch aus.
Geduld erforderlich
Buchs Options-Wette definiert das Spannungsfeld der Vonovia-Aktie: Substanz trifft auf Skepsis. Der Ex-Chef hat mit privatem Geld ein ambitioniertes Kursziel gesetzt. Ob Luka Mucic dieses Szenario mit operativer Exzellenz untermauern kann, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Bis dahin brauchen Anleger starke Nerven und einen langen Atem.
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