Der deutsche Immobilienriese wagte den Sprung über den großen Teich und sammelte erstmals Kapital am australischen Anleihemarkt ein. Mit einem sogenannten "Kangaroo Bond" sicherte sich das Bochumer Unternehmen 475 Millionen Euro frisches Geld – aufgeteilt in zwei Tranchen über sieben und zehn Jahre.

Die Verzinsung liegt bei 3,87 Prozent nach Währungsabsicherung. Für Vonovia bedeutet das eine weitere Diversifizierung bei der Finanzierung, nachdem man bereits auf verschiedenen europäischen Märkten aktiv ist.

Asien-Pazifik im Visier

"Mit unserer Debütemission in Australien gelingt uns der nächste wichtige Schritt nach Übersee", kommentierte CFO Philip Grosse die Transaktion. Besonders interessant: Der Manager sieht Australien als "Tor zur Asien-Pazifik-Region", die man als "hochattraktiv" einstuft.

Das lässt aufhorchen. Plant Vonovia etwa weitere Expansion in dieser Region? Die Aussage deutet zumindest darauf hin, dass man den australischen Kapitalmarkt nicht nur als einmalige Finanzierungsquelle betrachtet.

Aktie reagiert gelassen

An der Börse sorgte die Nachricht zunächst für wenig Bewegung. Der Titel schwankte um die 28-Euro-Marke und zeigte sich weitgehend unbeeindruckt von der Meldung. Das überrascht nicht – schließlich handelt es sich "nur" um eine Refinanzierungsmaßnahme, die zwar strategisch interessant ist, aber kurzfristig keine Auswirkungen auf das operative Geschäft hat.

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Parallel dazu meldete das Unternehmen eine leichte Erhöhung der Gesamtzahl der Stimmrechte auf rund 835,8 Millionen durch die Ausgabe neuer Bezugsaktien Ende August.

Kapitalmarkt-Strategie zahlt sich aus

Die erfolgreiche Platzierung zeigt, dass Vonovia auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten Zugang zu verschiedenen Kapitalmärkten behält. In einer Phase, in der deutsche Immobilienunternehmen mit erhöhten Finanzierungskosten kämpfen, verschafft sich der Konzern durch geografische Diversifizierung mehr Flexibilität.

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