Goldman Sachs schwimmt gegen den Strom: Während die gesamte deutsche Immobilienbranche unter Druck steht, bekräftigt die US-Investmentbank ihre Kaufempfehlung für Vonovia – als einzigen Branchenvertreter hierzulande. Analyst Jonathan Kownator sieht den Bochumer Konzern als strategischen Baustein gegen Tech-Überbewertungen und geopolitische Risiken. Doch kann das Vertrauen der Wall Street den charttechnischen Abwärtsdruck stoppen?

Die wichtigsten Fakten:
- Goldman Sachs bestätigt "Buy"-Rating – deutschlandweit einzigartig im Sektor
- Vonovia als "Real Asset" zur Portfolio-Diversifizierung empfohlen
- Neuer CEO Luka Mucic seit Januar 2026 im Amt
- EBITDA-Ziel 2026: 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro (+200 Mio. Euro)
- Aktie bei 24,21 Euro, rund 20% unter Jahreshoch

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Sachwerte als Gegenpol zu Tech-Euphorie

Jonathan Kownator begründet seine Position mit einer klaren Sektor-Rotation. In einem Marktumfeld hoher Technologiebewertungen und geopolitischer Unsicherheit fungieren Immobilienportfolios wie jenes von Vonovia als Stabilisator. Die Einstufung als essenzielle "Real Assets" zur Absicherung macht den Konzern für institutionelle Investoren interessant, die ihre Portfolios breiter aufstellen wollen.

Die Analyse erschien am Freitag, während die Aktie mit 24,21 Euro nahezu unverändert schloss. Das minimale Tagesrückgang von 0,08% zeigt: Der Markt verarbeitet die positive Nachricht verhalten.

Charttechnischer Gegenwind trifft auf neues Management

Die Goldman-Bestätigung fällt in eine technisch heikle Phase. Die Aktie rutschte in der vergangenen Woche unter die 38-Tage-Linie und notiert aktuell etwa 3,3% unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Der RSI-Wert von 37,3 signalisiert überverkauftes Terrain, ohne dass sich eine klare Bodenbildung abzeichnet.

Seit Januar leitet Luka Mucic den DAX-Konzern. Der ehemalige SAP- und Vodafone-CFO übernahm von Rolf Buch und muss nun beweisen, dass die im November bestätigte Guidance erreichbar ist. Das angestrebte EBITDA-Wachstum von rund 200 Millionen Euro soll vor allem durch operative Effizienzsteigerungen erreicht werden.

Sonderstellung im schwachen Sektor

Die exklusive Kaufempfehlung hebt Vonovia von deutschen Wettbewerbern ab. Während andere Immobilienkonzerne weiter unter Zinslasten und Bewertungsabschlägen leiden, traut Goldman dem Marktführer eine schnellere operative Wende zu. Die Kombination aus Mucics Finanzexpertise und dem Fokus auf Effizienz könnte institutionelle Anleger zurückbringen.

Dass eine US-Großbank den Titel explizit als Absicherung gegen Tech-Risiken empfiehlt, könnte neue Anlegergruppen ansprechen. Die Aktie befindet sich dennoch in einer mehrjährigen Bodenbildungsphase nach den Turbulenzen der Zinswende.

Jahresauftakt als Gradmesser

Am 19. März 2026 legt Vonovia die Zahlen für 2025 vor und konkretisiert den Ausblick fürs erste Quartal. Bis dahin bleibt die Unterstützungszone um 24 Euro entscheidend – ein Unterschreiten würde weiteren Abwärtsdruck auslösen. Die Analystengemeinde dürfte ihre Modelle bis zu diesem Termin stabil halten, sofern keine makroökonomischen Verwerfungen eintreten.

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