In Folge 80 des Podcasts „Von Bullen und Bären“ hatten wir Matthias Herold zu Gast, Director bei der deutschen Fonds-Boutique Robert Beer. Weiters im ­Studio: Paul Reitinger, Director der DADAT Bank.

Die Stimmung an den Börsen ist angespannt. Der Angriff auf den Iran ist nicht nur ein weiteres geopolitisches Risiko, befeuerte die Ölpreise und damit Inflations- und andere Sorgen. Kurzum: von den erst kürzlich aufgestellten Rekordständen sind die Börsen schon wieder ein Stück weit nach unten abgefallen. All dies führt zum Beispiel bei Brokern und Börsen zu guten Geschäften. So berichtete die Wiener Börse zuletzt von einem Rekordjahresauftakt und auch bei der DADAT läuft es richtig gut: Director Paul Reitinger berichtet von einer gesteigerten Transaktionstätigkeit der Kunden plus Umsatzwachstum.

So ein bisserl ‘Krisengewinnler’ ist auch die bayerische Fonds-Boutique Robert Beer. Dies speziell seit Corona, berichtet Director Matthias Herold. Aktuell ist es die wieder aufkommende Sorge vor höheren Inflationsraten, die teils zu Umschichtungen aus Anleiheportfolios führt. Und Robert Beer-Fonds wurden dank der Balance aus Rendite und Risiko eines dieser Ziele, glaubt Herold (‘beglaubigt’ durch zahlreiche Auszeichnungen/Preise). Heißt, deutlich geringere Rückschläge, als die großen Aktienindizes, was für Herold den Druck aus der Frage nimmt, wann, bzw. ob jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt wäre.

Doch was ist denn nun die Spezialität von Robert Beer? Ausgewählte Momentum-Aktien mit Risikomanagement per Optionsstrategie.

Grundidee hinter der Absicherungsstrategie ist, dass was man nicht verliert, auch nicht wieder aufholen muss. Konkret braucht es nach einem Kursverlust von 25% einen darauffolgenden Gewinn von 33%, um wieder beim Ausgangspunkt zu sein. Wer 40% verliert benötigt eine Steigerung von zwei Drittel und nach einem 50-Prozent-Verlust heißt es sich zu verdoppeln, um wieder bei Null zu sein. In der Praxis verlor der Weltaktienfonds von Robert Beer (RB LuxTopic - Flex) in Krisenjahr 2008 etwa 24%, während Dow Jones und Co mehr als 40% verloren; 2020 ging das Rennen minus 10 zu minus 35% für Robert Beer aus. Dabei sind solche Rückschläge gar nicht so selten: Herold holt diverse Statistiken heraus, wonach es alle 4 Jahre einen Einbruch von rund 20% gibt - alle 9 Jahre gibt’s minus 30% und alle 16 Jahre wird’s noch heftiger. Diese Korrekturen dämpft das Options-Absicherungsmodell im Fonds (auf globale Indizes).

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Die Performance wiederum sollen die ausgewählten Momentum-Aktien bringen (global aufgestellte Blue Chips). Warum Momentum? „Aktien, die besser als der Schnitt gelaufen sind, sind historisch betrachtet auch weiter gut gelaufen”. Laut Herold mit einer Outperformance von etwa drei Prozent. Derart ist dann Ziel, eine ‘normale’ Aktienmarktrendite (etwa 8%) ohne die großen Rücksetzer zu erreichen - und wenn geht noch einen Schnaps mehr, wie es Herold beschreibt.

Im (globalen) Portfolio tummeln sich daher auch viele Banken. Und europäische Infrastrukturtitel wie die Strabag (der derzeit einzige Österreicher mit einer Gewichtung von rund 2% im Portfolio).

Was könnte ein Vorteil einer Fonds-Boutique gegenüber großen Flaggschiffen der Fondsbranche sein? Für Herold ist es etwa die Möglichkeit, sich auf gewisse Themen, seine Stärken, spezialisieren zu können, und eben nicht auf jeder Hochzeit tanzen, bzw. jeden Trend mitmachen zu müssen. Ein weiterer Vorteil der Boutique-Struktur ist in vielen Fällen auch - wie bei Robert Beer -, dass die Inhaber - und oft auch die Fondsmanager - selbst in den entsprechenden Fonds investiert sind, was eine andere Performanceverbundenheit nahe legt.

Gibt’s bei Robert Beer für Anleger ein Eigentümerrisiko? Wie sehr ist das Aktienauswahl-System in Stein gemeißelt - oder wird daran ständig herumgeschraubt? Welche Österreich-Werte führen bei der DADAT die Umsatzstatistiken an? Mehr dazu gibt’s im Podcast hier. Wer mehr über die Fonds von Robert Beer erfahren möchte geht auf https://robertbeer.com/unsere-fonds/

Aus dem Börse Express PDF vom 26. März - hier zum kostenlosen Download

 

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