Volkswagen Aktie: Wachstumsstrategie greift!

Die umstrittene Doppelrolle von Oliver Blume hat ausgedient. Nach jahrelanger Kritik von Investoren sucht Porsche endlich einen eigenen CEO. Blume soll sich künftig voll auf den angeschlagenen VW-Konzern konzentrieren. Doch ist diese lang erwartete Trennung der Schlüssel zur Turnaround-Story – oder nur ein Tropfen auf den heißen Stein?
Investorendruck zeigt Wirkung
Seit dem Börsengang von Porsche im September 2022 hagelte es Kritik an der ungewöhnlichen Konstruktion. Die Befürchtung: Ein CEO kann unmöglich beiden Giganten – dem 158-Milliarden-Umsatz-Konzern VW und der Premium-Tochter Porsche – gerecht werden. Die Ressourcenverteilung blieb stets eine Gretchenfrage.
Jetzt reagiert der Aufsichtsrat. Sowohl interne als auch externe Kandidaten kommen für die Porsche-Spitze infrage. Die Ernennung soll bereits im Herbst 2025 erfolgen, mit Wirkung bis Anfang 2026. Die Märkte honorierten die Entscheidung umgehend: Die Porsche-Aktie legte spürbar zu.
"Ein solcher Schritt würde die Bedenken zur Unternehmensführung lindern", kommentiert Metzler-Analyst Pal Skirta die Entwicklung. Die lang ersehnte Klarheit in der Führungsstruktur kommt zur rechten Zeit.
VW in der Zangenlage: Zahlen sprechen klare Sprache
Während die Führungsfrage gelöst wird, kämpft der VW-Konzern mit handfesten operativen Problemen. Die Halbjahreszahlen 2025 zeigen ein düsteres Bild:
- Operatives Ergebnis eingebrochen: -33% auf 6,7 Mrd. Euro
- Operative Marge bei nur 4,2% – weit unter der Guidance von 5,5-6,5%
- US-Verkäufe: -16% durch Zollbelastungen
- China-Geschäft: -3% im wichtigsten Einzelmarkt
Konsequenz: Die Prognose wurde massiv nach unten korrigiert. Statt eines Umsatzwachstums erwartet VW nun nur noch Vorjahresniveau. Die operative Marge soll lediglich 4,0-5,0% erreichen. Eine herbe Enttäuschung für Anleger.
Lichtblicke im Restrukturierungsprogramm
Doch es gibt auch positive Signale. Das umfangreiche Kostensenkungsprogramm zeigt erste Wirkung: 20.000 Mitarbeiter nahmen das Angebot zur vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses an. Die Kapazitäten in deutschen Werken wurden um 734.000 Einheiten reduziert – eine wichtige Grundlage für künftige Profitabilität.
Vor allem in Westeuropa keimt Hoffnung: Der Auftragseingang stieg um 19%, angetrieben von einer Nachfrage-Explosion nach Elektrofahrzeugen um satte 62%. Neue Modelle wie der VW ID.7 Tourer und Audi Q6 e-tron kommen offenbar gut an.
Digitale Offensive: AWS-Partnerschaft verlängert
Parallel zur personellen Neuaufstellung treibt VW die Digitalisierung voran. Die Zusammenarbeit mit Amazon Web Services wurde um fünf Jahre verlängert. Die "Digital Production Platform" – intern Factory Cloud genannt – ist bereits in 43 Werken weltweit im Einsatz.
"Unser Anspruch ist es, ein globaler Technologietreiber für die Automobilindustrie zu werden", betont IT-Chef Hauke Stars. Die KI-gestützte Plattform soll mittelfristig Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich ermöglichen. Mehr als ein Drittel der über 114 Produktionsstandorte sind bereits angeschlossen.
Blume kann sich jetzt auf das Wesentliche konzentrieren
Die Trennung der CEO-Rollen könnte sich als strategischer Weichensteller erweisen. Blume kann sich endlich voll auf die Mammutaufgabe konzentrieren: Den VW-Konzern durch die stürmischen Gewässer von Handelskonflikten, Transformationskosten und Margendruck zu steuern.
Die Aktie notierte zuletzt bei 100,40 Euro und zeigt sich erstaunlich robust: Seit Jahresanfang legte sie immerhin 15% zu, liegt damit aber noch deutlich unter dem März-Hoch von 109,95 Euro.
Die entscheidende Frage bleibt: Reicht eine klare Führungsstruktur aus, um den operativen Schwung zurückzugewinnen? Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob Blume den Turnaround des Giganten endlich einleiten kann.
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