Volatus Aerospace Aktie: Bewertung im Fokus
Nach einer starken Kursrally stabilisiert sich die Volatus-Aerospace-Aktie auf erhöhtem Niveau. Hintergrund sind neue NATO-Aufträge, Wachstum im Drohnengeschäft und die Positionierung auf mögliche Verschiebungen im US-Verteidigungshaushalt. Gleichzeitig rücken Fragen nach der Bewertung und der operativen Umsetzung in den Vordergrund.
Konsolidierung nach starkem Anstieg
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten eine Gesamtrendite von rund 240 % erzielt. Auf Basis eines aktuellen Kursniveaus von etwa 0,67–0,68 CAD ergibt sich ein Monatsplus von 19,64 % und ein Zuwachs seit Jahresbeginn von 21,82 %.
Die jüngste Konsolidierung folgt auf mehrere Auslöser, die den Kurs in den vergangenen Monaten deutlich nach oben getrieben haben:
- NATO-Verteidigungsauftrag über 9 Mio. CAD im Dezember 2025 für ISR-Trainingssysteme
- Finanzierungsrunde über 26,4 Mio. CAD abgeschlossen
- Universal Shelf Prospectus über 250 Mio. CAD Anfang Januar 2026 eingereicht
- Umsatzwachstum von 60 % im Jahresvergleich in Q3 2025 auf 10,6 Mio. CAD
Diese Mischung aus Aufträgen, Finanzierung und Wachstum hat die Erwartungen an die künftige Geschäftsentwicklung spürbar erhöht.
Technologiekooperation mit Trimble
Ein wesentlicher Treiber der positiven Stimmung ist die technische Integration von Trimbles PX‑1‑RTX-Technologie in die „Canary“-Lieferdrohnen. Sie ermöglicht eine Positionsgenauigkeit im Zentimeterbereich – eine zentrale Voraussetzung für Zulassungen von BVLOS-Flügen (Beyond Visual Line of Sight) im kontrollierten Luftraum.
Besonders relevant ist dies für einen bestehenden medizinischen Liefervertrag zwischen dem Flughafen Edmonton und der Montana First Nations Clinic. Die höhere Präzision gilt als Grundbedingung, um Drohnenlieferungen in streng regulierten Umgebungen zu skalieren und betrieblich zuverlässig abzuwickeln.
Chancen durch US-Verteidigungsbudget
Das Management verfolgt eine klare Strategie, von veränderten Prioritäten in der US-Verteidigungsbeschaffung zu profitieren. Grundlage ist eine neue Executive Order in den USA, die „militärische Einsatzbereitschaft“ und beschleunigte Beschaffungsprozesse betont.
Wichtige strategische Eckpunkte:
- Erwartete Ausweitung des US-Verteidigungsetats für das Fiskaljahr 2027 auf rund 1,5 Billionen USD
- Standorte in Syracuse (New York) und Tulsa (Oklahoma) zur Unterstützung der US-Inlandsaktivitäten
- Geschäftsmodell mit Fokus auf schnelle Implementierung und disziplinierte Ausführung
- Ausrichtung auf agile Vertragserfüllung im Einklang mit den neuen Beschaffungsprioritäten
CEO Glen Lynch und CFO Abhinav Singhvi heben hervor, dass die neue politische Richtung Anbieter mit schneller Umsetzung begünstigt – hier sieht sich das Unternehmen im Vorteil.
Intensive Investoren-Kommunikation
Parallel treibt Volatus Aerospace die Ansprache institutioneller Investoren voran. Das Management nimmt aktuell an mehreren Konferenzen teil bzw. ist dafür eingeplant:
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- Annual Needham Growth Conference (14. Januar, New York)
- RBC Canadian Aerospace and Defence Symposium (15. Januar, Toronto)
- AlphaNorth Capital Event (16.–18. Januar, Bahamas)
Diese Veranstaltungen unterstreichen den Versuch, nach dem Shelf-Prospekt größere institutionelle Kapitalquellen zu erschließen.
Bewertung rückt in den Mittelpunkt
Trotz operativer Fortschritte nehmen Bewertungsfragen zu. Bei einem Kurs von 0,67 CAD, einem Jahresumsatz von 33,7 Mio. CAD und einem Nettoverlust von 17,9 Mio. CAD wird die Aktie zu hohen Multiplikatoren im Verhältnis zum aktuellen Zahlenwerk gehandelt.
Eine DCF-Analyse legt nahe, dass der aktuelle Kurs über dem geschätzten Fair Value von rund 0,46 CAD liegen könnte. Der Markt preist damit bereits deutliche künftige Wachstumssteigerungen ein. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei 0,97 CAD, was weiteres Potenzial impliziert – allerdings nur, sofern die geplanten Verträge umgesetzt und die Umsätze skaliert werden.
Kurzfristige Umsetzung als Schlüssel
In der kurzen Frist stehen zwei operative Meilensteine im Vordergrund: Zum einen die fristgerechte Abwicklung der ersten Tranche von 4,5 Mio. CAD aus dem NATO-Auftrag im ersten Quartal 2026. Zum anderen der erfolgreiche kommerzielle Hochlauf der mit Trimble-Technologie ausgestatteten Drohnenflotte.
Das Unternehmen peilt die operative Gewinnschwelle bei Quartalsumsätzen von 30–40 Mio. CAD an – etwa dem Dreifachen der aktuellen Run-Rate. Ob die ambitionierten Wachstums- und Profitabilitätsziele erreichbar sind, hängt damit direkt an der konsequenten Umsetzung in den kommenden Quartalen.
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