Voestalpine Aktie: Rekordauftrag stützt
Voestalpine meldet den größten Lagersystem-Auftrag der Unternehmensgeschichte und untermauert damit die Wachstumsstory der Metal Forming Division. Gleichzeitig blieb der befürchtete Druck durch den Ausschluss aus einem ESG-Index weitgehend aus. Wie wirken sich diese Faktoren auf die Aktie aus?
Rekordprojekt in Istanbul
Am 15. Januar hat Voestalpine einen Rekordauftrag im Bereich Hochregallager-Systeme bekannt gegeben. Für einen führenden türkischen Logistikdienstleister entsteht in Istanbul ein neues Logistikzentrum für Sportartikel.
Die wichtigsten Projektdaten im Überblick:
- Auftragsvolumen: rund 41 Mio. Euro
- Hochregallager: Höhe knapp 40 Meter, Länge 222 Meter, Breite 86 Meter
- Inklusive automatisiertem Kleinteilelager (Miniload)
- Geplante Fertigstellung: April 2027
Das Management verweist auf die seit Jahren starke Nachfrage nach Lagersystemlösungen und sieht den Auftrag als Bestätigung der technologischen Positionierung. Die Metal Forming Division gilt in diesem Marktsegment als international gut etabliert, inzwischen auch außerhalb Europas.
Wachstumssegment Lagersysteme
Der Istanbul-Auftrag steht nicht für sich allein, sondern reiht sich in mehrere größere Projekte ein. In den Niederlanden wurden jüngst zwei 45 Meter hohe Hochregallager für das Distributionszentrum des Möbelhändlers JYSK fertiggestellt. In Großbritannien entsteht derzeit ein vollautomatisiertes Palettenregalsystem mit 30 Metern Höhe für ein Einzelhandelsunternehmen.
Parallel treibt die Division ihre Präsenz in den USA voran. Im Geschäftsjahr 2024/25 wurde in Kentucky ein neuer, speziell konzipierter Produktionsstandort für den US-Markt aufgebaut, der im laufenden Geschäftsjahr mit zusätzlichen Anlagen ausgebaut wird.
Finanziell ist die Metal Forming Division bereits ein bedeutender Ergebnisbeitrag:
- Umsatz 2024/25: 3,1 Mrd. Euro
- EBITDA 2024/25: 169,3 Mio. Euro
- Mitarbeiter: rund 10.900
Der Rekordauftrag stärkt damit ein Segment, das Voestalpine als Wachstumsfeld adressiert.
ESG-Index-Ausschluss ohne Kursdruck
Am 19. Januar wurde der Ausschluss der Aktie aus dem „iSTOXX L&G Developed Europe ex UK Diversified Multi-Factor ESG“-Index wirksam. Trotz der theoretischen Gefahr technischen Verkaufsdrucks durch passive Produkte zeigte sich der Kurs stabil.
Wesentliche Punkte:
- Ausschluss beschränkt sich auf einen spezialisierten ESG-Index
- Mitgliedschaft in Kernindizes wie dem ATX bleibt unverändert
- Der Kurs legte am Vortag des Ausschlusses um 1,44 % auf 39,32 Euro zu
Seit Jahresbeginn bewegt sich die Aktie nahe ihrem Dreijahreshoch. Am 12. Januar wurde mit 40 Euro dieser Zwischenhochstand erreicht. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass fundamental orientierte Käufer den möglichen Indexeffekt kompensiert haben.
Analysten bleiben mehrheitlich zuversichtlich
Das aktuelle Analystenbild fällt überwiegend positiv aus und spiegelt die solide operative Entwicklung wider.
Ausgewählte Einschätzungen:
- Morgan Stanley: Overweight, Kursziel 40,70 Euro (bestätigt am 6. Januar 2026)
- Deutsche Bank: Buy, Kursziel 44,00 Euro
- UBS: Buy, Kursziel 43,00 Euro (Upgrade von Hold im November 2025)
- BNP Paribas Exane: Neutral, Kursziel 38,50 Euro (Januar 2026)
- J.P. Morgan: Overweight, Kursziel 43,40 Euro
Von insgesamt 13 Analysten vergeben drei ein Buy-Rating und drei ein Overweight/Outperform, sieben stufen die Aktie mit Hold ein. Im Schnitt signalisiert der Konsens damit moderates Aufwärtspotenzial, ohne in eine Euphorie zu verfallen.
Ausblick: Zahlen und Prognose im Fokus
Die nächsten Quartalszahlen für Q3 2025/26 werden im Februar veröffentlicht. Das Management hält bislang an der Jahresprognose eines EBITDA von 1,4 bis 1,55 Mrd. Euro fest.
Operativ stützen insbesondere die Bereiche Bahnsysteme, Luftfahrt und Lagersysteme die Ergebnisentwicklung, während in schwächeren Segmenten Restrukturierungen weiterlaufen. Entscheidend wird sein, ob der Rekordauftrag und die anhaltend gute Nachfrage im Lagersystemgeschäft helfen, die bestätigte Prognose im oberen Bereich der Spanne zu erreichen.
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