Nach einer beeindruckenden Rallye mit einem Jahresplus von über 114 Prozent stellen sich Investoren die Frage, ob die Bewertung der Voestalpine-Aktie mittlerweile ausgereizt ist. Doch gleich zwei Großbanken widersprechen dieser Skepsis und signalisieren weiteres Kurspotenzial. Die jüngsten Anpassungen der Kursziele deuten darauf hin, dass die Experten eine nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft erwarten.

Optimistische Prognosen bestätigen Trend

Am Freitag bekräftigte Deutsche Bank Research ihre Kaufempfehlung und bestätigte das Kursziel von 44 Euro. Diese Einschätzung deckt sich mit einer Analyse der britischen Investmentbank Barclays, die ihr Kursziel kürzlich von 35 auf 44 Euro anhob. Der aktuelle Kurs von gut 40 Euro bietet demnach noch rund zehn Prozent Aufwärtspotenzial.

Besonders die konkreten Gewinnprognosen von Barclays untermauern den Optimismus. Die Analysten rechnen nicht nur mit stabilen Erträgen, sondern mit einer deutlichen Beschleunigung des Gewinns in den kommenden Jahren. Parallel dazu dürften Anleger von steigenden Ausschüttungen profitieren:

  • Gewinnsprung: Anstieg des Ergebnisses je Aktie von 2,58 Euro (2025/26) auf 4,27 Euro (2027/28).
  • Dividendenwachstum: Prognostizierte Erhöhung von 0,80 Euro auf 1,30 Euro bis 2028.

Rückenwind vom Stahlmarkt

Die Zuversicht der Analysten scheint nicht aus der Luft gegriffen. Der Branchenverband EUROMETAL berichtete am Freitag über erfolgreiche Preiserhöhungsversuche am europäischen Stahlmarkt. Vor allem bei Schwerblechen und Trägern konnten Preise durchgesetzt werden, begründet durch höhere Schrottkosten und regulatorische Abgaben.

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Für Voestalpine ist diese Entwicklung essenziell. Die Fähigkeit, gestiegene Kosten an die Kunden weiterzugeben, schützt die Margen in einem herausfordernden Umfeld. Dies ist besonders relevant, da CEO Herbert Eibensteiner erst kürzlich vor den Belastungen durch CO2-Reformen warnte. Die aktuellen Marktdaten zeigen jedoch, dass die Industrie diese Kosten zumindest teilweise preisen kann.

Divergenz und Bewertung

Während die Aktie am Heimatmarkt Wien robust bei 40,16 Euro schloss, zeigte sich in den USA ein ungewöhnliches Bild. Das dort gehandelte ADR verlor bei extrem hohem Volumen über drei Prozent. Solche kurzfristigen Divergenzen zwischen Handelsplätzen sind oft technischer Natur, sollten aber von Anlegern im Auge behalten werden.

Fundamental betrachtet erscheint das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von bis zu 36 auf den ersten Blick sportlich. Die massiven Wachstumsprognosen bis 2028 relativieren diese Kennzahl jedoch schnell. Der Markt preist hier offenbar die erwartete operative Trendwende bereits ein.

Entscheidend wird nun der 11. Februar 2026. An diesem Tag präsentiert der Konzern die Zahlen zum dritten Quartal. Sollte Voestalpine die Markterwartung eines Gewinns von 0,36 Euro je Aktie erfüllen oder übertreffen, wäre dies die fundamentale Bestätigung für den jüngsten Kursanstieg und könnte den Weg in Richtung der von Analysten ausgerufen 44 Euro ebnen.

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