Viking Therapeutics bleibt an der Wall Street ein spekulativer Favorit. Analysten sehen den fairen Wert im Schnitt bei rund 93 US‑Dollar und damit deutlich über dem aktuellen Kurs um 33 US‑Dollar. Gleichzeitig steckt das Unternehmen mit seinem führenden Adipositas-Wirkstoff VK2735 mitten in einer entscheidenden Entwicklungsphase.

Bewertung, Kursverlauf und Umfeld

Das Biotech-Unternehmen bringt derzeit etwa 3,8 Milliarden US‑Dollar auf die Börsenwaage und verfügt Schätzungen zufolge über rund 587 Millionen US‑Dollar Netto-Cash. Trotz dieser soliden Finanzbasis hat die Aktie den S&P 500 in den vergangenen zwölf Monaten klar unterperformt. Auslöser waren vor allem gemischte Studiendaten im Jahr 2025.

Die Kursspanne der vergangenen 52 Wochen reicht von 18,92 bis 43,15 US‑Dollar. Der aktuelle Kurs liegt ungefähr in der Mitte dieser Bandbreite – typisch für die Volatilität vieler Biotech-Titel ohne zugelassene Produkte.

VK2735 im Fokus der Pipeline

VK2735, ein dualer GLP‑1/GIP-Agonist gegen Adipositas, ist der zentrale Werttreiber. Das Entwicklungsprogramm ist breit aufgestellt:

  • Phase-3-Studie VANQUISH‑1 (Adipositas): Patientenrekrutierung für die 78‑wöchige Studie abgeschlossen
  • Phase-3-Studie VANQUISH‑2 (Diabetes): Abschluss der Rekrutierung Anfang 2026 erwartet
  • Maintenance-Studie: Rekrutierung im Januar 2026 beendet, untersucht monatliche subkutane, wöchentliche orale und tägliche orale Gabe
  • Phase‑2‑Studie VENTURE: Ergebnisse seit 12. Januar 2026 im Fachjournal Obesity veröffentlicht, mit bis zu 14,7 % Gewichtsreduktion nach 13 Wochen im Vergleich zum Ausgangswert

Die VENTURE-Daten unterstreichen das Potenzial von VK2735 im Wettbewerb um wirksame GLP‑1-basierte Adipositastherapien.

Nachwirkungen der Turbulenzen 2025

Im August 2025 geriet die Aktie stark in Bewegung, nachdem Phase‑2-Daten zur oralen Formulierung von VK2735 veröffentlicht wurden. In der Behandlungsgruppe kam es zu einer Abbruchquote von 20 % aufgrund von Nebenwirkungen, überwiegend gastrointestinaler Art.

Auf der Wirksamkeitsseite blieb das Bild positiv: Nach 13 Wochen wurde eine Gewichtsreduktion von bis zu 12,2 % erreicht. Dennoch verunsicherte das Sicherheitsprofil viele Investoren.

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Das Management verwies im Anschluss auf eine aggressive Dosistitration und die kurze Studiendauer als mögliche Ursachen. Die Patienten hätten möglicherweise nicht genug Zeit gehabt, sich an die Behandlung zu gewöhnen.

Operative Weichenstellungen im Januar 2026

Im Januar hat Viking mehrere operative Schritte kommuniziert:

  • 7. Januar: Ernennung von Neil Aubuchon zum Chief Commercial Officer
  • 8. Januar: Abschluss der Patientenrekrutierung in der Maintenance-Studie
  • 12. Januar: Veröffentlichung der VENTURE-Phase‑2-Daten im Peer-Review-Journal

Mit Aubuchon holt das Unternehmen einen Manager mit rund 20 Jahren internationaler Kommerzialisierungserfahrung an Bord. Das signalisiert eine klare Vorbereitung auf ein mögliches Markteinführungsszenario von VK2735.

Übernahmefantasie durch GLP‑1-Boom

Viking gilt zunehmend als möglicher Übernahmekandidat. Nach Pfizers erfolgreichem Angebot für den Adipositas-Spezialisten Metsera verweisen Marktbeobachter darauf, dass große Pharmakonzerne weiter gezielt Zugang zum GLP‑1-Geschäft suchen.

Die Kombination aus nennenswerter Cash-Position, fortgeschrittener Pipeline und mittlerer Börsenbewertung macht Viking zu einem Profil, das für strategische Käufer attraktiv wirken kann.

Begrenzte Katalysatoren im Jahr 2026

Trotz ambitionierter Kursziele könnte 2026 eher ein Übergangsjahr werden. Entscheidende Phase‑3-Daten zu VK2735 werden erst 2027 erwartet.

Die laufende Maintenance-Studie ist als Phase‑1‑Projekt primär auf Sicherheit und Verträglichkeit ausgelegt. Solche Daten sorgen üblicherweise für weniger starke Kursreaktionen als aussagekräftige Wirksamkeitsstudien.

Ein möglicher nächster Kurstreiber steht kurzfristig dennoch an: Für den 3. Februar wird der nächste Ergebnisbericht von Viking Therapeutics erwartet. Das Management dürfte dann aktualisierte Aussagen zu Studienzeitplänen und zur Reichweite der vorhandenen Barmittel liefern – beides zentrale Punkte für die Bewertung in den kommenden Quartalen.

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