Der Biokraftstoff-Spezialist Verbio erlebt eine bemerkenswerte Renaissance. Nach einer monatelangen Durststrecke mit operativen Verlusten und enttäuschenden Quartalszahlen scheint das Unternehmen jetzt den Hebel umgelegt zu haben. Die Aktie katapultierte sich am Freitag um satte 7 Prozent nach oben – doch was steckt hinter diesem plötzlichen Sinneswandel der Investoren? Und kann die Rally weitergehen, nachdem der Titel bereits über 50 Prozent seit September zugelegt hat?

Von tiefroten zu schwarzen Zahlen

Der operative Turnaround ist geschafft. Mit einem EBITDA von 15,4 Millionen Euro im ersten Quartal 2025/26 zog Verbio einen beeindruckenden Schlussstrich unter die Verlustphase. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Minus von 6,6 Millionen Euro in den Büchern.

Diese Kehrtwende signalisiert dem Markt unmissverständlich:

  • Die Effizienzmaßnahmen greifen
  • Die Marktanpassungen zahlen sich aus
  • Das Management hat die Kontrolle zurückgewonnen
  • Die bestätigte Jahresprognose ist glaubwürdig

Kein Wunder also, dass institutionelle Investoren am Freitag massiv zugriffen. Das hohe Handelsvolumen unterstreicht: Hier wird nicht nur spekuliert, sondern positioniert.

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Analysten überholt – Markt gibt das Tempo vor

Besonders pikant: Die Aktie notiert mittlerweile deutlich über dem frisch angehobenen Kursziel von Jefferies. Analyst Constantin Hesse hatte das Ziel drastisch von 9,80 Euro auf 16,00 Euro hochgeschraubt – doch der Markt war schneller. Mit einem Schlusskurs von 17,73 Euro haben die Bullen die konservativen Schätzungen bereits abgehängt.

Diese Diskrepanz ist typisch für Situationen, in denen sich Fundamentaldaten schneller verbessern als erwartet. Die Frage ist: Wie lange dauert es, bis die nächste Analystenwelle nachzieht?

Die 18-Euro-Hürde: Jetzt wird es spannend

Charttechnisch steht nun die entscheidende Schlacht bevor. Die psychologisch wichtige 18-Euro-Marke liegt in direkter Reichweite – bereits Mitte November scheiterte ein Ausbruchsversuch an diesem Widerstand. Doch diesmal sieht die Ausgangslage anders aus:

  • Starkes Volumen bestätigt die Bewegung
  • Operative Zahlen liefern fundamentale Rückendeckung
  • Die 16-Euro-Unterstützung hat gehalten
  • Momentum liegt klar auf Käuferseite

Gelingt der nachhaltige Sprung über 18 Euro, wäre technisch der Weg frei für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Kritisch bleibt allerdings das regulatorische Umfeld: Die RED III-Umsetzung und volatile Rohstoffpreise könnten jederzeit für Gegenwind sorgen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Bullen ihre Kontrolle behaupten können – oder ob schnelle Gewinnmitnahmen die Party beenden.

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