Während Valneva mit der US-Arzneimittelbehörde FDA hadert und den Zulassungsantrag für seinen Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ zurückziehen musste, schreitet die Konkurrenz voran. Am Freitag verschärfte eine Nachricht von Bavarian Nordic den Druck auf die ohnehin angeschlagene Aktie: Der dänische Wettbewerber sicherte sich exklusiv den brasilianischen Markt – einen strategisch wichtigen Wachstumsmarkt für Tropenimpfstoffe.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Valneva zog BLA- und IND-Anträge für IXCHIQ in den USA zurück (19. Januar 2026)
- Bavarian Nordic sichert sich Brasilien-Vertrieb mit Eurofarma
- Marktstart des Konkurrenz-Impfstoffs für zweite Jahreshälfte 2027 geplant
- Valneva-Aktie verlor am Freitag 6,4 Prozent auf 4,11 Euro

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Regulatorisches Scheitern kostet Vertrauen

Der formelle Rückzug der Zulassungsanträge in den USA beendet vorerst die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr in diesen Schlüsselmarkt. Die FDA hatte die Lizenz für IXCHIQ bereits im August 2025 nach Berichten über ernste Nebenwirkungen suspendiert. Nun zog Valneva die Konsequenzen und nahm die Anträge komplett zurück.

Dieser Schritt beseitigt jede Perspektive auf kurzfristige Umsätze aus dem US-Geschäft – eine schmerzhafte Entwicklung für ein Unternehmen, das ohnehin unter Ergebnisdruck steht.

Bavarian Nordic besetzt Brasilien

Die Ankündigung von Bavarian Nordic am 23. Januar traf Valneva zur Unzeit. Der dänische Konkurrent verkündete eine exklusive Vertriebsvereinbarung mit Eurofarma für dessen eigenen Chikungunya-Impfstoff CHIKV VLP in Brasilien. Der Zulassungsantrag bei der brasilianischen Behörde Anvisa soll in der ersten Jahreshälfte 2026 folgen, die Markteinführung ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen.

Brasilien gilt als einer der wichtigsten Märkte für Chikungunya-Impfstoffe in Lateinamerika. Während Valneva seinen First-Mover-Vorteil verliert, besetzen Wettbewerber systematisch Schlüsselmärkte.

Fundamentale Schwäche belastet

Die operative Lage verschärft sich. Neben dem FDA-Rückschlag endete auch die Lizenzvereinbarung mit dem Serum Institute of India zum Jahresende 2025. Die Q3-Zahlen vom November enttäuschten deutlich: Der Umsatz erreichte nur 34 Millionen US-Dollar statt erwarteter 48,85 Millionen. Der Verlust je Aktie verdoppelte sich gegenüber den Prognosen auf minus 0,61 US-Dollar.

Analysten reagieren skeptisch. Weiss Ratings und Wall Street Zen senkten ihre Einstufungen zuletzt auf "Sell", obwohl das mittlere Kursziel noch bei 15 US-Dollar liegt.

Am Freitag schloss die Aktie bei 4,11 Euro. Die Marktkapitalisierung schrumpfte auf rund 707 Millionen Euro. Ohne positive Signale von der FDA oder neue strategische Partnerschaften dürfte der Titel weiter unter Druck bleiben – zumal die Konkurrenz nicht schläft.

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