Uran: Versorgungsdruck steigt
Die Uranpreise ziehen an. Der Spotpreis liegt aktuell bei 81,95 US-Dollar pro Pfund und damit rund 7,12 Prozent höher als vor einem Monat. Grund sind kombinierte Maßnahmen auf der Angebots- und Nachfrageseite: massive US-Fördermittel, mögliche Strafzölle auf russisches Uran und Produktionskürzungen bei Großproduzenten.
Wichtige Fakten auf einen Blick
- Spotpreis: 81,95 US-Dollar pro Pfund (+7,12% im Monat).
- US-Förderung: 2,7 Milliarden US-Dollar für LEU- und HALEU-Produktion.
- Geplante US-Strafzölle: bis zu 500% auf russisches Uran.
- Kazatomprom: Produktionskürzung 2026 um rund 10% (Primärangebot −≈5%).
- Marktaktivitäten: Put-Volumen bei Cameco stieg deutlich (+942% über Durchschnitt); institutionelle Käufe in Millionenhöhe.
US-Investitionen und Handelsbarrieren
Das Energieministerium vergab Task-Orders von insgesamt 2,7 Milliarden US-Dollar, je 900 Millionen an drei Unternehmen. Die Mittel zielen auf die heimische Produktion von LEU und HALEU ab, um die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen zu reduzieren. Parallel liegt ein Gesetzesentwurf auf dem Tisch, der Strafzölle von bis zu 500 Prozent auf russisches Uran vorsieht. Zusammen zwingen diese Maßnahmen Versorger, Lieferketten kurzfristig umzustrukturieren und erhöhen die Nachfrage nach Material aus Kanada und Australien.
Angebotssituation: Kürzungen und neue Kapazitäten
Kazatomprom plant für 2026 eine Produktionsdrossel von etwa 10 Prozent. Das verkleinert das globale Primärangebot um rund 5 Prozent. Gleichzeitig schreiten Projekte im Athabasca-Becken voran; etwa wurde die Stromanbindung für das Phoenix-Projekt in Saskatchewan fertiggestellt, und Explorationsfirmen erweitern ihre Landpositionen. Diese Entwicklungen deuten auf begrenzte kurzfristige Fördersteigerungen hin, während das vorhandene Angebot schrumpft.
Marktreaktion und Preisimplikationen
Die Kombination aus staatlicher Förderung, möglichen Importhemmern und Produktionskürzungen erhöht die Volatilität. Rekordartige Aktivitäten an den Derivatemärkten (z. B. stark gestiegene Put-Volumina bei Cameco) zeigen, dass Marktteilnehmer kurzfristig unterschiedliche Erwartungen haben. Zugleich signalisieren erhöhte Dividenden großer Produzenten eine robuste Cashflow-Situation im Sektor. Kurzfristig bleibt der physische Markt unter strukturellem Aufwärtsdruck, da Nachfrage und staatliche Eingriffe die Umstellung der Lieferketten erzwingen.
Im Ergebnis reduzieren die US-Mittel die Abhängigkeit von bestimmten Quellen, schaffen aber nicht sofort zusätzliche Kapazitäten in dem Umfang, den wegfallende Exporte ersetzen würden. Treten die Strafzölle in Kraft und bleibt Kazatomproms Kürzung bestehen, erhöht sich das Risiko eines spürbaren Angebotsdefizits; damit würde weiterer Preisdruck entstehen.
Uran: Kaufen oder verkaufen?! Neue Uran-Analyse vom 10. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Uran-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Uran-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Uran: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








