Nach einem schwierigen Jahr mit rund 34 Prozent Kursverlust steht der Gesundheitsriese UnitedHealth an einem entscheidenden Punkt. Während prominente Analysten die Aktie bereits als Favoriten für 2026 ausrufen, braut sich in Washington neuer Ärger zusammen. Anleger blicken nun gespannt auf die Quartalszahlen Ende Januar, die klären sollen, ob die optimistischen Prognosen einer Überprüfung standhalten.

Analysten setzen auf die Wende

Trotz der jüngsten Talfahrt zeigen sich große Finanzinstitute demonstrativ zuversichtlich. Bernstein-Analyst Lance Wilkes hob sein Kursziel kürzlich auf 444 US-Dollar an und kürte das Papier explizit zum „Top Pick für 2026“. Er rechnet mit einer mehrjährigen Trendwende und einer baldigen Erholung im Sektor für Managed-Care-Organisationen.

Auch Evercore ISI sieht das Jahr 2026 als wichtiges Übergangsjahr. Analystin Elizabeth Anderson startete ihre Bewertung mit einem Kursziel von 400 US-Dollar und erwartet, dass die Sanierungsbemühungen des Konzerns zu spürbaren Margenverbesserungen führen werden. Aktuell liegt das durchschnittliche Kursziel der Experten bei etwa 394 bis 397 US-Dollar, was vom derzeitigen Niveau bei 343,98 US-Dollar ein Aufwärtspotenzial von über 15 Prozent impliziert.

Politischer Gegenwind nimmt zu

Die Wachstumsträume an der Wall Street treffen jedoch auf politische Realitäten. Die US-Senatoren Ron Wyden und Elizabeth Warren haben eine Untersuchung eingeleitet, die sich mit den Praktiken von UnitedHealth befasst. Konkret geht es um Vorwürfe bezüglich finanzieller Anreize an Pflegeheime zur Reduzierung von Krankenhausüberweisungen.

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Besonders brisant ist der Zeitplan: Die Senatoren fordern eine detaillierte Stellungnahme der Führungsebene bis zum 28. Januar – nur einen Tag nach der geplanten Veröffentlichung der Quartalsergebnisse. Diese politische Aufmerksamkeit dürfte kurzfristig für erhöhte Schwankungsanfälligkeit bei der Aktie sorgen.

Fokus auf den 27. Januar

Anleger positionieren sich derzeit für die Bilanzvorlage am 27. Januar. Der Marktkonsens rechnet für das vierte Quartal mit einem Umsatz von rund 113,8 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Zuwachs von etwa 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr, auch wenn der Gewinn je Aktie mit geschätzten 2,12 US-Dollar deutlich unter Druck steht.

Verantwortlich für die Belastungen der letzten zwölf Monate waren vor allem Probleme im „Medicare Advantage“-Segment. Steigende medizinische Kosten und hohe Nutzungsraten drückten auf die Margen der gesamten Branche. UnitedHealth reagierte darauf mit dem Rückzug aus Medicare-Plänen in über 100 Bezirken für das Jahr 2026, um den Betrieb zu straffen.

Entscheidend für die Kursentwicklung in den kommenden Wochen wird sein, ob sich diese strategischen Einschnitte bereits in der Prognose für das Gesamtjahr 2026 niederschlagen. Marktteilnehmer müssen dabei nicht nur die Zahlen vom 27. Januar bewerten, sondern auch die potenzielle regulatorische Reaktion am Folgetag einkalkulieren.

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