Der US-Krankenversicherungsriese UnitedHealth profitiert von gleich mehreren positiven Signalen: Das Repräsentantenhaus hat ein wichtiges Gesetz zur Verlängerung von Gesundheitssubventionen verabschiedet, und Analysten heben ihre Kursziele an. Nach einem schwierigen Jahr 2025 könnte sich das Blatt wenden.

Analysten werden optimistischer

Gleich mehrere Investmentbanken haben ihre Einschätzungen in der ersten Januarwoche angepasst. Bernstein erhöhte das Kursziel auf 444 US-Dollar und bestätigte das Outperform-Rating. Evercore ISI startete die Abdeckung mit einem Kursziel von 400 US-Dollar und bezeichnet 2026 als "Übergangsjahr" für den Versicherer. Barclays zog auf 391 US-Dollar nach und verweist auf erwartete Margenverbesserungen im Managed-Care-Segment.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Unitedhealth?

Die Optimisten-Liste:
- Bernstein: Kursziel 444 USD (Outperform)
- Evercore ISI: Kursziel 400 USD (Outperform)
- Barclays: Kursziel 391 USD (Overweight)

Hintergrund der positiven Einschätzungen sind operative Fortschritte bei Optum, der Dienstleistungssparte des Konzerns. Optum Rx hat über 17.000 Apotheken für neue kostenbasierte Vergütungsmodelle gewonnen – ein Schritt zur Straffung der Erstattungsstrukturen.

Gesetz stützt Geschäftsmodell

Entscheidend für die Branche: Das Repräsentantenhaus verabschiedete am 8. Januar mit 230 zu 196 Stimmen ein Gesetz zur Verlängerung ausgelaufener Obamacare-Subventionen. Das Congressional Budget Office prognostiziert, dass dadurch 2026 rund 100.000 Menschen zusätzlich versichert werden – bis 2027 sollen es 3 Millionen sein.

Für UnitedHealth bedeutet das stabilere Mitgliederzahlen in den börsenbasierten Versicherungsplänen. Die Aktie reagierte positiv auf die Nachricht, nachdem sie im Vorjahr unter steigenden Medicare-Advantage-Kosten gelitten hatte.

Gemischte institutionelle Signale

Während Analysten aufstocken, haben einige Vermögensverwalter im dritten Quartal Positionen reduziert. Duncker Streett & Co. verkaufte 75,9 Prozent seiner Anteile, Ferguson Wellman Capital Management trennte sich von 14,4 Prozent. Diese Bewegungen erfolgten allerdings vor den jüngsten positiven Entwicklungen.

Im dritten Quartal selbst übertraf UnitedHealth mit einem Gewinn je Aktie von 2,92 US-Dollar die Erwartungen von 2,87 US-Dollar. Der Umsatz stieg um 12,2 Prozent auf 113,16 Milliarden US-Dollar.

Zudem verdichten sich Spekulationen über einen Verkauf der britischen Optum-Sparte an die Private-Equity-Firma TPG. Ein solcher Schritt würde zur Portfoliooptimierung und Fokussierung auf den US-Markt passen.

Quartalszahlen als nächster Test

Am 27. Januar folgen die Zahlen zum vierten Quartal. Investoren werden prüfen, ob sich die verbesserten Rahmenbedingungen und die Modernisierung bei Optum Rx bereits im Ergebnis niederschlagen. Der Analystenkonsensus sieht die Aktie bei "Moderate Buy" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 385,75 US-Dollar.

Unitedhealth-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Unitedhealth-Analyse vom 09. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Unitedhealth-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Unitedhealth-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Unitedhealth: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...