UnitedHealth hat ein desaströses Jahr 2025 hinter sich – die Aktie verlor rund 33 Prozent an Wert. Doch zum Jahresauftakt 2026 zeigt sich ein erster Lichtblick: Der Healthcare-Riese legte am ersten Handelstag deutlich zu und outperformte den Gesamtmarkt. Können die angekündigten Maßnahmen die Trendwende einleiten?

Starker Start nach Talfahrt

Am ersten Handelstag des neuen Jahres gewann die UnitedHealth-Aktie 1,91 Prozent und schloss bei 336,40 Dollar. Damit lief das Papier dem S&P 500 (+0,19 Prozent) und dem Dow Jones (+0,66 Prozent) deutlich davon.

Die Erholung kommt nach einem verheerenden Jahr: Vom Hoch bei 606 Dollar im April 2025 stürzte die Aktie zeitweise auf 234 Dollar ab – ein Minus von über 60 Prozent vom Jahreshoch. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 299 Milliarden Dollar.

Operative Herausforderungen belasten Margen

Die Zahlen zum dritten Quartal 2025 zeigten das ganze Ausmaß der Probleme. Zwar stieg der Umsatz um 12 Prozent auf 113,2 Milliarden Dollar, doch das operative Ergebnis brach um 50 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar ein. Die Nettomarge schrumpfte von rund 6 Prozent im Vorjahr auf nur noch 2,1 Prozent.

Verantwortlich für den Margendruck war vor allem die verschlechterte Medical Care Ratio, die auf 89,9 Prozent kletterte – im Vorjahresquartal lag sie noch bei 85,2 Prozent. Trotz der Herausforderungen hob das Management die Jahresprognose auf mindestens 16,25 Dollar bereinigtes Ergebnis je Aktie an.

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Radikale Neuausrichtung läuft

UnitedHealth steuert mit drastischen Maßnahmen gegen. Das Unternehmen hebt die Preise im gesamten Geschäftsbereich massiv an – im ACA-Segment um über 25 Prozent. Gleichzeitig nimmt das Management Mitgliederverluste in Kauf: Im Medicare-Advantage-Geschäft wird mit einem Rückgang um rund eine Million Mitglieder gerechnet.

Bei Optum Health verengt der Konzern sein Netzwerk und zieht sich aus einzelnen Produkten zurück, was etwa 200.000 Versicherte betrifft. Die Mitgliedschaft im wertbasierten Versorgungsgeschäft dürfte um rund 10 Prozent schrumpfen.

Zusätzlich belastet die V28-Medicare-Erstattungskürzung das Unternehmen 2026 mit über 6 Milliarden Dollar. Das Management rechnet damit, etwa die Hälfte durch Neuverhandlungen mit Kostenträgern kompensieren zu können.

Analysten werden optimistischer

Nach der brutalen Abwärtsbewegung sehen Experten wieder Potenzial. Wolfe Research hob das Kursziel kürzlich von 330 auf 375 Dollar an und bekräftigte die "Outperform"-Einstufung. Mizuho erhöhte das Ziel sogar von 300 auf 430 Dollar.

Im Konsensus bewerten 15 Analysten die Aktie mit "Strong Buy", zwei mit "Moderate Buy" und sieben mit "Hold". Nur ein Analyst rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 395 Dollar – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 17 Prozent. Die optimistischste Prognose sieht 440 Dollar, was einem Plus von 31 Prozent entspräche.

Entscheidende Zahlen Ende Januar

Am 27. Januar 2026 legt UnitedHealth die Gesamtjahresergebnisse 2025 vor und gibt einen Ausblick auf das laufende Jahr. Für das vierte Quartal erwarten Analysten ein Ergebnis je Aktie von 2,09 Dollar – ein Rückgang um 69 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2025 liegt die Konsensschätzung bei 16,30 Dollar je Aktie, was einem Minus von 41 Prozent entspricht.

Das Management visiert für 2026 eine Rückkehr zu solidem Gewinnwachstum an. Ab 2027 soll dann ein nachhaltiges zweistelliges Wachstum folgen. Das Forward-KGV von etwa 18,75 liegt zwar über dem Branchenschnitt von 14,01, doch Bullen argumentieren, die historische Bewertung rechtfertige den Aufschlag.

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