Nach einem schwierigen Jahr 2025 scheint sich bei der UnitedHealth Group das Blatt langsam zu wenden. Gleich zwei positive Nachrichten sorgen aktuell für Aufmerksamkeit: Optimistische Analystenkommentare treffen auf Berichte über einen möglichen Milliarden-Verkauf der britischen Sparte. Während der Gesundheitsriese seine Strategie für das kommende Jahr schärft, stellt sich für Anleger die Frage, ob die jüngste Erholung nur eine Korrektur oder der Start einer nachhaltigen Wende ist.

Analysten sehen Übergangsjahr

Institutionelle Beobachter fassen wieder Vertrauen in den angeschlagenen Gesundheitskonzern. Die Investmentbank Evercore ISI hat die Coverage der Aktie mit einem "Outperform"-Rating und einem Kursziel von 400 US-Dollar aufgenommen. Die Experten charakterisieren 2026 als entscheidendes "Übergangsjahr". Operative Anpassungen sollen demnach den Weg für signifikante Margenverbesserungen im Jahr 2027 ebnen.

Auch Wolfe Research zieht nach und erhöht das Kursziel von 330 auf 375 US-Dollar. Die Analysten begründen diesen Schritt mit dem Potenzial des Versicherungssegments, wieder zu alten Profitabilitätskennzahlen zurückzukehren. Diese Einschätzungen deuten darauf hin, dass die Talsohle bei der Bewertung durchschritten sein könnte.

Strategischer Verkauf in Großbritannien

Parallel zur Neubewertung treibt das Management die Bereinigung des Portfolios voran. Berichten zufolge steht UnitedHealth kurz vor dem Verkauf seiner britischen Tochter Optum UK an den Finanzinvestor TPG. Das Geschäft könnte ein Volumen zwischen 1,2 und 1,4 Milliarden Pfund (rund 1,6 bis 1,9 Milliarden US-Dollar) erreichen.

Optum UK, zu dem auch die im britischen Gesundheitssystem NHS genutzte Plattform EMIS gehört, gilt als nicht zum Kerngeschäft gehörend. Ein erfolgreicher Verkauf würde nicht nur die Bilanz stärken, sondern es dem Konzern ermöglichen, Ressourcen wieder gezielter auf den heimischen US-Markt zu konzentrieren.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Unitedhealth?

Kontext: Die Last des Jahres 2025

Trotz der jüngsten Erholung von über 22 Prozent in den letzten 30 Tagen notiert die Aktie bei aktuell rund 341 US-Dollar weiterhin deutlich unter ihren Höchstständen. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von knapp 33 Prozent zu Buche. Hauptursache für den Druck waren im Jahr 2025 vor allem gestiegene Kosten im "Medicare Advantage"-Bereich, die auf die Gewinnmargen drückten.

Die aktuelle Strategie zielt darauf ab, diese Belastungen hinter sich zu lassen. Mit der Berufung des ehemaligen FDA-Chefs Dr. Scott Gottlieb in den Vorstand signalisiert das Unternehmen zudem, dass man sich auf das strengere regulatorische Umfeld und Diskussionen um staatliche Zuschüsse besser einstellen will.

Spannung vor den Zahlen am 27. Januar

Die wirkliche Bewährungsprobe für die neue Zuversicht steht kurz bevor. Am 27. Januar 2026 wird UnitedHealth den Bericht für das vierte Quartal sowie den Ausblick auf das neue Geschäftsjahr vorlegen. Investoren werden hierbei vor allem die Kostenquote (Medical Care Ratio) genau prüfen. Sollte der Ausblick die These der Analysten von einer Margenerholung bestätigen, könnte dies der Aktie den nötigen Impuls geben, um die Lücke zu den Kurszielen von 375 bis 400 US-Dollar zu schließen.

Unitedhealth-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Unitedhealth-Analyse vom 8. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Unitedhealth-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Unitedhealth-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Unitedhealth: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...