UnitedHealth steht vor einem bedeutenden Umbau: Der US-Gesundheitsriese verhandelt über den Verkauf seiner britischen Optum-Sparte für bis zu 1,8 Milliarden Dollar. Zeitgleich empfehlen mehrere Wall-Street-Analysten die stark gebeutelte Aktie als Top-Pick für 2026 – trotz eines Kursminus von rund 33 Prozent im vergangenen Jahr.

TPG vor Milliarden-Deal

Die Private-Equity-Gesellschaft TPG steht kurz davor, das Optum-UK-Geschäft von UnitedHealth zu übernehmen. Laut Reuters und Sky News bewegt sich die Bewertung zwischen 1,2 und 1,4 Milliarden britischen Pfund (umgerechnet 1,6 bis 1,8 Milliarden Dollar). Eine Einigung könnte binnen Wochen verkündet werden.

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Kernstück des Deals ist EMIS, ein Anbieter von elektronischen Patientenakten, den UnitedHealth erst 2023 für etwa 1,24 Milliarden Pfund erworben hatte. Die Software wird von der Mehrheit der britischen Hausärzte genutzt. Auch Blackstone hatte Interesse signalisiert, TPG liegt jedoch vorn. Bank of America begleitet den Verkaufsprozess.

Der Schritt passt ins Bild: UnitedHealth will sein Portfolio straffen und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren – gerade nach einem äußerst schwierigen Jahr 2025.

Analysten setzen auf Erholung

Trotz der Kurstalfahrt zeigen sich mehrere Investmentbanken optimistisch. Bernstein SocGen hob das Kursziel auf 444 Dollar an und erklärte die Aktie zur Top-Empfehlung für 2026. Barclays bestätigte seine Overweight-Einschätzung mit einem Ziel von 391 Dollar, Evercore ISI stieg mit "Outperform" ein.

Im Konsens erwarten 25 Analysten ein durchschnittliches Kursziel von knapp 393 Dollar – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 15 Prozent. Das höchste Kursziel liegt sogar bei 444 Dollar.

Quartalszahlen als Lackmustest

Am 27. Januar steht die entscheidende Bewährungsprobe an: UnitedHealth legt die Jahreszahlen 2025 vor und gibt erstmals einen Ausblick auf 2026. Die Erwartungen sind gedämpft – und gleichzeitig enorm wichtig.

Das abgelaufene Jahr war geprägt von überraschend hohen Arztbesuchen und medizinischen Eingriffen, die die Margen massiv belasteten. Im dritten Quartal sackte die Nettomarge auf 2,1 Prozent ab, nach etwa 6 Prozent im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn pro Aktie fiel von 7,15 auf 2,92 Dollar.

Für das Gesamtjahr 2025 erwarten Analysten einen bereinigten Gewinn je Aktie von rund 16,30 Dollar – ein Rückgang um 41 Prozent gegenüber 2024. Für 2026 wird eine moderate Erholung auf 17,60 Dollar prognostiziert.

Entscheidend wird sein, ob das Management überzeugende Signale sendet, dass die Kostenkontrolle wieder greift und die Medical-Care-Ratio sinkt. Ohne diese Zuversicht dürfte die Aktie auch nach den Zahlen unter Druck bleiben.

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