Unitedhealth steht nach einem schwierigen Jahr vor einem wichtigen Termin: Am 27. Januar legt der Konzern seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Nach einem deutlichen Kursrückgang rückt damit die Frage in den Vordergrund, ob sich die Stimmung rund um die Aktie nachhaltig drehen kann. Mehrere Banken haben zuletzt ihre Kursziele angehoben und setzen auf eine schrittweise Erholung.

Analysten werden zuversichtlicher

In den vergangenen Wochen haben mehrere Institute ihre Einschätzung aktualisiert und teilweise Kursziele erhöht.

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Wichtige Punkte aus den jüngsten Analystenkommentaren:

  • Bernstein: Kursziel von 440 auf 444 US-Dollar erhöht, Einstufung „Buy“, Top-Pick für 2026. Grundlage ist die Erwartung einer Erholung zu Jahresbeginn und eines mehrjährigen Turnarounds.
  • Evercore: Neuaufnahme mit Kursziel 400 US-Dollar, Einschätzung von 2026 als Übergangsjahr.
  • Wolfe Research: Anhebung des Kursziels von 330 auf 375 US-Dollar.
  • Barclays: Kursziel auf 391 US-Dollar erhöht, mit Verweis auf mögliche Margenerholung im Bereich Managed Care.

Die Analysten setzen damit vor allem auf eine Verbesserung der Profitabilität und auf strukturelle Anpassungen, die sich erst über mehrere Jahre voll entfalten dürften.

Belastende Faktoren im Hintergrund

Die optimistischeren Einschätzungen stehen im Kontrast zur Kursentwicklung der vergangenen zwölf Monate: Die Aktie hat in diesem Zeitraum mehr als 34 % verloren. Haupttreiber waren deutlich höhere als erwartete medizinische Kosten im Medicare-Advantage-Geschäft.

Zusätzlich sorgt eine Untersuchung des US-Justizministeriums zu den Abrechnungspraktiken des Unternehmens für Unsicherheit. Diese Faktoren haben sich bereits in den Zahlen zum dritten Quartal 2025 niedergeschlagen, in denen die Nettomargen spürbar unter dem Vorjahresniveau lagen.

Als Reaktion hat Unitedhealth angekündigt, sich 2026 aus Medicare-Advantage-Plänen in zahlreichen US-Bezirken zurückzuziehen. Der Konzern will damit das Geschäft fokussieren und Kostenrisiken reduzieren, was kurzfristig belastet, mittelfristig aber zu stabileren Margen beitragen könnte.

Erwartungen an den Quartalsbericht

Der anstehende Bericht zum vierten Quartal 2025 gilt als wichtiger Stimmungsindikator. Der Markt rechnet mit einem rückläufigen Gewinn je Aktie im Jahresvergleich, während die Erlöse weiter wachsen sollen. Besonders im Fokus steht die Prognose für 2026, da sie Aufschluss darüber geben dürfte, wie stark die Belastungen aus höheren Kosten und Portfolioanpassungen noch durchschlagen.

Für die kommenden Monate dürfte entscheidend sein, ob das Management mit Zahlen und Ausblick die jüngliche Analysten-Euphorie untermauern kann und ob sich im Margenprofil erste Anzeichen einer Stabilisierung zeigen.

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