Der chinesische Robotik-Spezialist Ubtech macht ernst bei der Skalierung seiner humanoiden Roboter. Mit der Übernahme eines wichtigen Zulieferers sichert sich das Unternehmen entscheidende Produktionskapazitäten für die Zukunft. An der Börse reagierten Anleger zuletzt dennoch zurückhaltend auf die teure Expansion.

Kontrolle über die Produktion

Für knapp 1,7 Milliarden Yuan (etwa 237 Millionen US-Dollar) hat Ubtech rund 30 Prozent der Anteile an der Zhejiang Fenglong Electric übernommen. Damit steigt Gründer Zhou Jian zum kontrollierenden Aktionär auf, während ein weiteres Übernahmeangebot für zusätzliche 13 Prozent der Aktien noch läuft. Der strategische Hintergedanke der Transaktion ist simpel: Anstatt eigene Produktionslinien für Motoren, Aktuatoren und Hydrauliksysteme mühsam aufzubauen, kauft sich Ubtech das fertige Know-how direkt ein.

Interessanterweise plant das Management vorerst keine tiefe Integration der neuen Tochtergesellschaft. Fenglong soll in den nächsten drei Jahren operativ unabhängig bleiben und sein bisheriges Kerngeschäft mit Industriekunden wie Bosch Rexroth oder Caterpillar weiterführen.

Volle Auftragsbücher für den Walker S2

Diese gesicherte Lieferkette im Hintergrund ist zwingend nötig, um die ambitionierten Wachstumsziele von Ubtech zu erreichen. Das Unternehmen will die Produktion seines industriellen Humanoiden "Walker S2" massiv hochfahren. Das Ziel liegt bei 5.000 Einheiten im laufenden Jahr 2026 und einer Verdopplung der Kapazität bis 2027.

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Die Nachfrage aus der Industrie gibt diese Skalierung offenbar her. Mit festen Bestellungen im Wert von 1,4 Milliarden Yuan von Branchengrößen wie BYD, Foxconn, Audi FAW und Airbus ist die aktuelle Monatsproduktion von über 300 Robotern bereits voll ausgelastet. Der Walker S2 kommt dabei vor allem in der Automobilfertigung und intelligenten Logistikzentren zum Einsatz.

Anleger bleiben vorerst vorsichtig

Trotz der operativen Fortschritte und der vollen Auftragsbücher zeigte sich die Aktie zuletzt schwach. Allein in den vergangenen zehn Handelstagen verlor das Papier rund 15 Prozent an Wert und ging am vergangenen Freitag bei 102,80 Hongkong-Dollar aus dem Handel. Diese Volatilität spiegelt die hohen Investitionskosten des Unternehmens wider, für die Ubtech erst im vergangenen November frisches Kapital in Höhe von 3,1 Milliarden Hongkong-Dollar einsammeln musste.

Die kommenden Wochen bringen nun weitere Klarheit über den finanziellen Kurs des Unternehmens. Bereits am 19. März steht in Shenzhen eine außerordentliche Hauptversammlung an, bei der unter anderem über neue Kreditvereinbarungen abgestimmt wird. Der wichtigste Termin für Aktionäre folgt kurz darauf: Am 31. März präsentiert Ubtech seine Quartalszahlen und wird belegen müssen, wie stark die jüngsten Zukäufe und der rasante Produktionsausbau die Bilanz belasten.

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