Nintendo Aktie: Angriff auf US-Zölle
Während das operative Geschäft rund um die neue Switch 2 auf Hochtouren läuft, eröffnet Nintendo eine juristische Front. Der japanische Videospielgigant zieht gegen die US-Regierung vor Gericht, um sich gegen umstrittene Importzölle zu wehren. Ein aktuelles Urteil des Supreme Courts liefert dem Konzern dafür die juristische Steilvorlage.
Die Klage gegen die Regierung
Am 6. März reichte der Konzern beim U.S. Court of International Trade eine offizielle Klage ein. Ziel ist die Rückerstattung von Zöllen, die unter der aktuellen US-Regierung seit Anfang 2025 erhoben wurden. Diese Abgaben umfassten Aufschläge von bis zu 25 Prozent auf Waren aus China, Mexiko und Kanada sowie pauschale 10 Prozent auf alle US-Importe.
Da der Supreme Court einen Großteil dieser Zölle am 20. Februar für illegal erklärte, fordert Nintendo nun das gezahlte Geld zurück. Die Klage richtet sich direkt gegen mehrere Behörden, darunter das Finanz- und das Handelsministerium sowie das Heimatschutzministerium.
Switch 2 und Pokémon auf Rekordkurs
Abseits der Gerichtssäle zeigt sich die operative Stärke des Unternehmens. Das am 5. März veröffentlichte "Pokémon Pokopia" für die neue Switch 2 ist bei westlichen Online-Händlern als physische Version bereits weitgehend ausverkauft. Diese hohe Nachfrage überrascht, da im Vorfeld über das Vertriebsformat – eine Hülle mit reinem Download-Code – kritisch diskutiert wurde.
Flankiert wird der Software-Erfolg von einem wachsenden Ökosystem. Der Zubehörhersteller HORI bringt am 23. März spezielle Lenkräder für die Switch 2 auf den Markt, um kommende Titel zu unterstützen. Gleichzeitig rückt das lukrative Lizenzgeschäft wieder in den Fokus: Am 1. April startet der "Super Mario Galaxy"-Film in den Kinos, der an den finanziellen Erfolg des Vorgängers anknüpfen soll.
Margendruck trifft auf Kursrally
Allerdings bleibt die Branche nicht von operativen Hürden verschont. Anhaltende Engpässe bei Speicherchips belasten die Produktionsmargen der Hardware. Anleger gewichten die starken Verkaufszahlen derzeit offensichtlich höher als die Herausforderungen in der Lieferkette. Die Aktie verzeichnete in den vergangenen sieben Tagen einen deutlichen Kurszuwachs von fast 15 Prozent auf aktuell 56,00 Euro und ließ damit die 50-Tage-Linie bei 51,67 Euro klar hinter sich.
Die kommenden Wochen bringen für Nintendo gleich zwei greifbare Katalysatoren. Neben dem juristischen Prozess um die Zoll-Rückerstattungen, der bei Erfolg die Margen entlasten würde, liefert der Kinostart Anfang April einen direkten Impuls für das wichtige Segment der geistigen Eigentumsrechte.
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