Der Markt hat das Trauma des Credit-Suisse-Crashs offenbar verdaut. Das bewies die UBS gestern eindrucksvoll: Eine neue Anleihe-Emission löste einen regelrechten Ansturm aus und übertraf alle Erwartungen. Ein starkes Signal für die Großbank, das auch die Aktie auf ein neues Jahreshoch treibt.

Die UBS öffnete am Montag die Bücher für neue AT1-Anleihen – ein Segment, das nach dem Totalausfall der Credit-Suisse-Papiere lange als „verbrannte Erde“ galt. Doch die Skepsis der Investoren ist gewichen. Das Orderbuch füllte sich rasend schnell und erreichte ein Volumen von über 21 Milliarden US-Dollar.

Konditionen besser als erwartet

Dank dieser massiven Überzeichnung konnte die Großbank das geplante Emissionsvolumen von 3 Milliarden US-Dollar zu deutlich günstigeren Konditionen platzieren als ursprünglich kalkuliert. Die Renditen wurden signifikant unter den anfänglichen Indikationen fixiert:

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  • 5-jährige Tranche: 6,625 % Rendite
  • 10-jährige Tranche: 7,0 % Rendite

Diese Konditionen liegen rund 50 bis 75 Basispunkte unter den ersten Schätzungen. Die UBS nutzt das günstige Marktumfeld zu Jahresbeginn effizient, um ihre Kapitalpolster zu optimieren, noch bevor mögliche strengere regulatorische Hürden greifen könnten.

Vertrauen kehrt zurück

Diese Emission ist weit mehr als eine reine Finanzierungsrunde; sie markiert einen symbolischen Sieg. Dass Großinvestoren wieder bereit sind, Milliardenbeträge zu Zinsen unter 7 Prozent in Schweizer Bankanleihen dieses Typs zu investieren, zeigt eine normalisierte Risikowahrnehmung. Die Sorgen um die „Too-Big-To-Fail“-Regulierung scheinen in den Hintergrund zu treten.

Parallel zum Erfolg am Anleihemarkt kletterte die UBS-Aktie auf ein neues 52-Wochen-Hoch. Rückenwind lieferte zuletzt unter anderem die Bank of America mit einer Kaufempfehlung und Kurszielen jenseits der 45 Franken. Dennoch bleibt die Politik ein Unsicherheitsfaktor: Der Bundesrat prüft weiterhin Maßnahmen zur härteren Eigenkapitalunterlegung ausländischer Töchter, auch wenn der Markt aktuell auf eine pragmatische Lösung setzt.

Der nächste entscheidende Termin steht bereits fest: Am 04. Februar 2026 präsentiert der Konzern die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Anleger erwarten dann konkrete Updates zum Abschluss der CS-Integration sowie zur Dividendenpolitik. Charttechnisch gilt es für die Bullen nun, das Ausbruchsniveau über 38 Franken nachhaltig zu verteidigen, um den Weg zur psychologisch wichtigen 40-Franken-Marke zu ebnen.

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