TUI Aktie: Führung neu geordnet
TUI baut seine Konzernspitze um. Ab Mai 2026 bündelt ein neu geschaffener COO-Posten die gesamte operative Verantwortung — von den Reiseveranstaltern über die Airline bis hin zu Hotels und Erlebnisangeboten. Die Neuaufstellung folgt einer klaren Logik: Synergien heben, Entscheidungswege verkürzen.
Marco Ciomperlik übernimmt die neue Rolle als Chief Operating Officer und tritt damit in den Konzernvorstand ein. Der 50-Jährige bringt Erfahrung aus der Reise- und Luftfahrtbranche mit, war unter anderem für Roland Berger und Air Berlin tätig, bevor er 2016 zu TUI kam. Mit ihm zusammengeführt werden die bislang eigenständigen Segmente „Holiday Experiences" und „Markets + Airline" — eine Struktur, die TUI nach eigener Aussage wettbewerbsfähiger machen soll.
Zwei Abgänge, neue Zuschnitte
Die Konsolidierung hat ihren Preis: David Schelp und Peter Krueger, die bisherigen Chefs der beiden zusammengelegten Segmente, verlassen das Unternehmen zum 30. April. CEO Sebastian Ebel übernimmt künftig die direkte Verantwortung für Hotel- und Kreuzfahrt-Joint-Ventures sowie die Konzernstrategie. Das M&A-Ressort wandert zu Finanzvorstand Mathias Kiep.
Buchungsschwäche trifft auf starkes Kreuzfahrtgeschäft
Der Umbau fällt in ein unruhiges Marktumfeld. Bernstein-Analyst Richard Clarke verwies zuletzt darauf, dass die Sommerbuchungen für 2026 rund zwei Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. TUI erklärt dies mit einem Trend zu Last-Minute-Buchungen und schlechtem Wetter in Deutschland und Großbritannien. Gleichzeitig drückt die Unsicherheit rund um den transatlantischen Handelskonflikt auf die Konsumstimmung.
Gegenläufig entwickelt sich das Kreuzfahrtsegment: Das bereinigte EBIT erreichte im ersten Quartal 2025/26 einen Rekordwert von 82,3 Millionen Euro, die Auslastung lag nahezu bei 100 Prozent. Moody's hob den Ausblick für TUI zuletzt auf „positiv" an — ein Signal, das die Kreditwürdigkeit des Konzerns stützt.
Für das laufende Geschäftsjahr hält TUI an seiner Prognose fest: Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent, bereinigtes EBIT-Plus von 7 bis 10 Prozent. Ob diese Ziele trotz Buchungszurückhaltung erreichbar sind, zeigt der Halbjahresbericht am 13. Mai 2026.
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