TotalEnergies Aktie: Gewinnrutsch und Trotzreaktion
TotalEnergies Quartalsgewinn sinkt um 18% durch schwache Ölpreise und Raffineriemargen. Das Management hält an Aktienrückkäufen und Dividendensteigerung fest.
Der französische Energieriese TotalEnergies musste im ersten Quartal Federn lassen. Obwohl die Öl- und Gasförderung gesteigert wurde, schrumpfte der bereinigte Nettogewinn spürbar. Was steckt hinter diesem Rückgang und wie positioniert sich das Management angesichts des herausfordernden Marktumfelds?
Margen unter Druck
Verantwortlich für den Ergebnisrückgang waren vor allem niedrigere Ölpreise und schwache Margen im Raffineriegeschäft. Der bereinigte Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 4,2 Milliarden US-Dollar und verfehlte damit leicht die Analystenerwartungen von 4,3 Milliarden US-Dollar. Auf GAAP-Basis fiel der Gewinn von 5,72 Milliarden auf 3,85 Milliarden US-Dollar.
Obwohl die Öl- und Gasproduktion um 4 Prozent zulegte, sank der Gewinn in der Upstream-Sparte um 6 Prozent. Noch härter traf es das Raffinerie- und Chemiegeschäft: Hier brach der Ertrag im Jahresvergleich um satte 69 Prozent ein. Die europäischen Raffineriemargen lagen 59 Prozent unter dem Vorjahresniveau, belastet durch schwache Nachfrage und neue Konkurrenz.
Lichtblick LNG, trotziges Management
Einziger Lichtblick im Konzern war das Geschäft mit verflüssigtem Erdgas (LNG), dessen Ergebnis um 6 Prozent zulegte – allerdings im Vergleich zum starken Vorquartal ebenfalls um 10 Prozent nachgab. Auch die Sparte Marketing und Services verzeichnete einen Ergebnisrückgang von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Umsatz musste der Konzern einen Rückgang um 7,2 Prozent auf 52,25 Milliarden US-Dollar hinnehmen.
Trotz des eingetrübten Umfelds und eines Brent-Ölpreises, der seit Anfang April unter 70 US-Dollar gefallen ist, hält das Management an seinen Plänen fest. Im zweiten Quartal sollen erneut Aktien im Wert von bis zu 2 Milliarden US-Dollar zurückgekauft werden. Zudem wurde die erste Zwischendividende für 2025 auf 0,85 Euro je Aktie erhöht, was einem Anstieg von 7,6 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Damit unterstreicht die Konzernführung ihre Zuversicht, die Wachstumsziele für 2025 zu erreichen. Auch die geplanten Nettoinvestitionen von 17 bis 17,5 Milliarden US-Dollar, davon 4,5 Milliarden für kohlenstoffarme Energien, wurden bestätigt.








