TKMS Aktie: Rekordjagd kennt keine Grenzen
Der Börsenneuling ThyssenKrupp Marine Systems entwickelt sich zum absoluten Überflieger im deutschen Nebenwerte-Sektor. Angetrieben von der MDAX-Aufnahme, einer neuen KI-Strategie und Expansionsplänen eilt das Papier von einem Hoch zum nächsten. Während die Auftragsbücher voll sind, spaltet die rasante Bewertungsexpansion zunehmend die Expertenlager: Ist das noch gesundes Wachstum oder bereits eine Übertreibung?
- Kursfeuerwerk: Ein Plus von fast 50 Prozent in nur 30 Tagen markiert eine außergewöhnliche Dynamik.
- Strategische Offensive: KI-Partnerschaft für kanadische U-Boote und Übernahmeangebot für GNYK.
- Analysten-Split: Während die Deutsche Bank Potenzial sieht, mahnen andere zur Vorsicht.
Allzeithoch nach MDAX-Aufstieg
Die Aktie des Kieler Marineschiffbauers kennt derzeit nur eine Richtung. Am Freitag schloss das Papier mit einem Tagesgewinn von 8,08 Prozent direkt am neuen 52-Wochen-Hoch von 97,00 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus bereits auf fast 40 Prozent.
Treibender Faktor für diese Entwicklung ist unter anderem die Aufnahme in den MDAX. Institutionelle Investoren, die den Index abbilden, müssen sich mit dem erst seit Oktober 2025 notierten Titel eindecken. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von mittlerweile über 37 Prozent verdeutlicht die enorme Wucht dieser Kaufwelle.
Expansion und KI-Fantasie
Neben den indextechnischen Effekten untermauern operative Nachrichten den Aufwärtstrend. Am 13. Januar verkündete TKMS eine Partnerschaft mit dem KI-Spezialisten Cohere. Ziel ist die Entwicklung von KI-gestützten Systemen für das kanadische U-Boot-Projekt (CPSP). Diese Kooperation stärkt die Position der Kieler im Rennen um das milliardenschwere Modernisierungsprogramm der Royal Canadian Navy erheblich.
Gleichzeitig treibt das Management die Konsolidierung voran: Ein unverbindliches Übernahmeangebot für die benachbarte Werft German Naval Yards (GNYK) liegt auf dem Tisch. Die Integration der rund 400 Mitarbeiter und der Infrastruktur würde die Kapazitäten im Überwasserbereich deutlich erweitern – ein logischer Schritt angesichts des um 55 Prozent auf über 18 Milliarden Euro gestiegenen Auftragsbestands.
Bewertung wird anspruchsvoller
Die fundamentale Basis wirkt solide: Für das Fiskaljahr 2025 meldete TKMS einen Umsatzanstieg auf 2,17 Milliarden Euro und einen Sprung beim bereinigten EBIT um 53 Prozent auf 131 Millionen Euro. Dennoch sorgt das Tempo des Kursanstiegs für Diskussionen unter Marktbeobachtern.
Das Lager der Analysten ist gespalten. Die Deutsche Bank reagierte auf die Dynamik und hob ihr Kursziel jüngst von 82 auf 99 Euro an – ein Niveau, das die Aktie nun fast erreicht hat. Im Gegensatz dazu stufte das Analysehaus mwb research den Titel auf "Halten" herab, da der Kurs den fairen Wert erreicht habe. Der durchschnittliche Konsens liegt mittlerweile spürbar unter der aktuellen Notierung.
Anleger blicken nun gespannt auf den 11. Februar 2026. An diesem Datum wird TKMS die nächsten Quartalszahlen vorlegen, die zeigen müssen, ob das operative Geschäft mit der hohen Bewertung Schritt halten kann. Bis dahin bleibt das Momentum der entscheidende Treiber.
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