ThyssenKrupp Marine Systems hat innerhalb von zwei Tagen gleich mehrere internationale Kooperationen unter Dach und Fach gebracht. Der Kieler U-Boot-Bauer setzt damit konsequent auf Technologietransfer und lokale Wertschöpfung als strategisches Alleinstellungsmerkmal – gerade weil im milliardenschweren kanadischen Beschaffungsprogramm die Entscheidung näher rückt.

Torpedo-Partnerschaft in Indien

Am 10. und 11. März unterzeichnete TKMS über sein Segment ATLAS ELEKTRONIK ein Teaming Agreement mit dem indischen Rüstungsunternehmen VEM Technologies. Im Mittelpunkt steht der Technologietransfer für Schwergewichtstorpedos, die künftig in Indien gefertigt werden sollen. TKMS stellt dafür die notwendigen Technologien und Softwarelizenzen bereit.

Die Vereinbarung baut auf einer Absichtserklärung vom September 2025 auf. Mittelfristig planen beide Seiten ein Joint Venture, das den indischen Markt beliefern und Exportpotenziale erschließen soll. Das Projekt fügt sich in Indiens „Make-in-India"-Strategie ein, die auf den Aufbau einer eigenständigen Verteidigungsindustrie abzielt.

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Universitäten als Forschungspartner in Kanada

Ebenfalls am 10. März schloss TKMS Kooperationsvereinbarungen mit der Dalhousie University und der University of British Columbia. Beide Hochschulen bringen ihre Forschungskompetenzen in das Canadian Defence and Dual-Use Innovation Ecosystem (CDDE) ein. Thematisch reicht die Zusammenarbeit von Marinesystemen und arktischen Technologien bis hin zu KI-Anwendungen und Cybersicherheit.

Diese Partnerschaften sind direkt mit dem Canadian Patrol Submarine Project (CPSP) verknüpft – einem der größten laufenden U-Boot-Beschaffungsvorhaben weltweit. TKMS hat gemeinsam mit Norwegen ein Angebot eingereicht und steht damit im direkten Wettbewerb mit Hanwha Ocean aus Südkorea. Eine Entscheidung wird für Mitte 2026 erwartet.

Rückschlag durch VW-Absage?

Ob TKMS den Auftrag tatsächlich erhält, ist offen. Berichte deuten darauf hin, dass die Bewerbung durch die Absage von Volkswagen, sich an einem Offset-Geschäft zu beteiligen, an Boden verloren haben könnte. Solche Kompensationsgeschäfte sind bei großen Rüstungsaufträgen oft ein entscheidender Faktor für die Vergabeentscheidung.

Trotz dieses Dämpfers positioniert sich TKMS mit dem Aufbau lokaler Forschungs- und Produktionskapazitäten langfristig als verlässlicher Partner für Länder, die technologische Souveränität anstreben. Mit einem Jahresplus von knapp 30 Prozent spiegelt die Aktie die hohen Erwartungen an das Unternehmen wider – auch wenn sie zuletzt unter ihren 50-Tage-Durchschnitt von 94,11 Euro gefallen ist. Wie das Rennen in Kanada ausgeht, dürfte für die weitere Kursentwicklung eine maßgebliche Rolle spielen.

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