Cannabis-Konzern Tilray enttäuscht mit Umsatzrückgang und massiver Wertberichtigung von 700 Millionen Dollar. Aktienkurs fällt weiter auf kritisches Niveau.

Die Aktie von Tilray Brands kennt derzeit nur eine Richtung: abwärts. Die Anfang der Woche vorgelegten Quartalszahlen haben die Anleger verschreckt. Der Markt sendet ein klares Signal.

Die Zahlen des Grauens?

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Was ist passiert? Tilray meldete für das dritte Geschäftsquartal 2025 einen Nettoumsatz von 186 Millionen Dollar. Das ist nicht nur ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr, sondern verfehlte auch klar die Erwartungen. Das Unternehmen macht dafür unter anderem strategische Produktbereinigungen verantwortlich.

Richtig bitter wurde es beim Ergebnis: Ein Nettoverlust von satten 793,5 Millionen Dollar steht in den Büchern. Hauptgrund hierfür ist eine massive, nicht zahlungswirksame Wertberichtigung von 700 Millionen Dollar – eine Reaktion auf das schwierige Marktumfeld und gesunkene Marktkapitalisierung. Kein Wunder, dass auch das Ergebnis pro Aktie die Prognosen deutlich verfehlte.

Markt quittiert Zahlen mit Ausverkauf

Die Reaktion an der Börse ließ nicht lange auf sich warten. Nach Bekanntgabe der Zahlen Anfang der Woche ging es für die Aktie steil bergab. Gestern schloss der Titel bei nur noch 0,43 Euro – ein Minus von 4,65 Prozent an einem einzigen Tag.

Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust damit auf fast 70 Prozent. Die Aktie notiert damit nur noch hauchdünn über ihrem 52-Wochen-Tief von 0,42 Euro. Vom Hoch bei 2,31 Euro ist man meilenweit entfernt – ein klares Zeichen für einen anhaltenden Abwärtstrend.

Strategie unter Druck?

Auch ein Blick auf die Segmente zeigt Herausforderungen. Im Cannabisgeschäft sank der Umsatz auf 54 Millionen Dollar, auch wenn die Margen durch einen Fokus auf internationale Märkte und den Ausstieg aus margenschwächeren Produkten verbessert wurden. Das Segment für alkoholische Getränke wuchs nur leicht auf 55,9 Millionen Dollar Umsatz.

Die Prognose für das Gesamtjahr musste Tilray nach unten korrigieren. Erwartet wird nun ein Nettoumsatz zwischen 850 und 900 Millionen Dollar, statt der zuvor anvisierten Spanne von 950 Millionen bis 1 Milliarde Dollar. Immerhin: Das Unternehmen verwies auch auf Fortschritte beim Schuldenabbau. Man wolle sich weiter auf Margen konzentrieren und das Produktportfolio straffen. Das könnte in Zukunft wichtig werden.

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