Tesla steht an einem kritischen Punkt. Während die Bewertung der Aktie weiterhin fast vollständig auf Elon Musks kühnen KI- und Robotaxi-Versprechen fußt, bricht das operative Kerngeschäft weg. Die Verkaufszahlen sind rückläufig, staatliche Förderungen fehlen, und der Verlust der Marktführerschaft an BYD wiegt schwer. Anleger müssen sich fragen: Kann die Zukunftswette das bröckelnde Autogeschäft noch rechtzeitig auffangen?

Nachfrageabriss und neue Nummer Eins

Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 zeichnen ein düsteres Bild. Teslas weltweite Fahrzeugauslieferungen fielen im Quartalsvergleich um 16 Prozent. Damit verzeichnet der Konzern das zweite Jahr in Folge rückläufige Verkäufe – eine dramatische Wende für ein Unternehmen, das einst mit Wachstumsraten von 50 Prozent glänzte.

Verantwortlich für diesen Einbruch ist vor allem das Auslaufen der US-Steuergutschrift von 7.500 Dollar im Oktober 2025, was einen massiven Nachfrageabriss auslöste. In den USA halbierten sich die E-Auto-Verkäufe zwischen dem dritten und vierten Quartal beinahe. Gleichzeitig zogen die Wettbewerber vorbei: Der chinesische Rivale BYD hat Tesla mit 2,26 Millionen verkauften Einheiten offiziell als weltgrößten E-Auto-Hersteller abgelöst.

Realitätscheck beim Robotaxi

Angesichts der Schwäche im Kerngeschäft rückt die KI-Strategie in den Fokus, doch hier klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Der im Juni 2025 in Austin gestartete Robotaxi-Dienst ist von der Vision eines autonomen Netzwerks weit entfernt. Der Service operiert nur an zwei Standorten und benötigt weiterhin menschliche Sicherheitsfahrer in jedem Fahrzeug.

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Der Rückstand zur Konkurrenz ist signifikant: Während Tesla noch keine vollautonome bezahlte Fahrt vorweisen kann, absolvierte die Alphabet-Tochter Waymo im Jahr 2025 bereits 14 Millionen fahrerlose Fahrten in fünf Metropolregionen. Berichte über acht Unfälle in Austin – trotz menschlicher Überwachung – sowie laufende Untersuchungen der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA drücken zusätzlich auf die Stimmung.

Warnsignale aus der Chefetage

Dass die Situation intern angespannt ist, lässt sich an einem massiven Vergütungspaket für Senior VP Tom Zhu ablesen. Er erhielt Aktienoptionen im Wert von über 226 Millionen Dollar, um ihn langfristig an das Unternehmen zu binden. Analysten werten dies als teure Absicherungsmaßnahme, da Zhu neben Elon Musk und Finanzchef Vaibhav Taneja zu den wenigen verbliebenen Top-Managern zählt, die offiziell bei der SEC als Führungskräfte geführt werden.

Ausblick: April wird entscheidend

Mit einem aktuellen Kurs von rund 446 US-Dollar und einem extremen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von fast 300 lässt die Bewertung keinerlei Spielraum für Fehler. Analysten von Wolfe Research haben ihre Gewinnerwartungen für 2026 bereits deutlich unter den Marktkonsens gesenkt und warnen vor sinkenden Margen durch hohe KI-Ausgaben.

Der für April 2026 geplante Start des "Cybercab" gilt nun als ultimativer Test. Tesla muss beweisen, dass der Schwenk hin zu KI und Robotik reale Umsätze generieren kann, bevor der Rückgang im Autogeschäft das finanzielle Fundament des Konzerns zu stark beschädigt.

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