Der norwegische Staatsfonds hat seine Beteiligung an TeamViewer spürbar zurückgefahren – und setzt damit ein Signal, das den ohnehin schwachen Kurs zusätzlich belastet. Die Meldung trifft das Softwareunternehmen in einer Phase, in der Vertrauen und Wachstumsaussichten ohnehin kritisch beäugt werden. Wie schwer wiegt dieser Schritt tatsächlich?

Die Fakten im Überblick

  • Norges Bank senkt direkte Stimmrechtsbeteiligung an TeamViewer unter 3 %
  • Neuer Direktanteil: 2,98 % bzw. rund 4,88 Mio. Aktien
  • Einschließlich verliehener Instrumente: rund 4,49 % der Anteile
  • Aktie aktuell bei 5,72 € nach 5,98 € zum gestrigen Schluss
  • 12-Monats-Performance: rund -40 %, Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei etwa -57 %
  • RSI bei 27,6 signalisiert deutlich überverkaufte Marktsituation

Norges Bank unterschreitet Meldeschwelle

Auslöser der heutigen Schwäche ist eine Stimmrechtsmitteilung vom Vorabend. Demnach hat die Norges Bank ihre direkte Beteiligung an TeamViewer so weit reduziert, dass die wichtige Meldeschwelle von 3 Prozent unterschritten wurde. Der direkt gehaltene Anteil liegt nun bei 2,98 Prozent, was rund 4,88 Millionen Aktien entspricht.

Zuvor lag die Beteiligung stabil über diesem Schwellenwert. Unter Einbeziehung verliehener Aktien und Instrumente bleibt der theoretische Zugriff der Norweger mit rund 4,49 Prozent zwar höher, doch an den Märkten zählt vor allem die direkte Stimmrechtsposition. Das Unterschreiten der 3-Prozent-Marke wird traditionell als Hinweis gewertet, dass ein Großinvestor seine Position nicht mehr im bisherigen Umfang halten möchte.

Die Aktie reagiert entsprechend empfindlich: Vom gestrigen Schlusskurs bei 5,98 Euro ging es auf aktuell 5,72 Euro nach unten. Auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich der Rückgang damit auf knapp 40 Prozent, der Abstand zum 52‑Wochen‑Hoch von 13,42 Euro liegt bei über 57 Prozent.

Belasteter Vertrauensrahmen

Der Teilrückzug des norwegischen Staatsfonds trifft auf ein ohnehin angespanntes Umfeld. Bereits im vierten Quartal 2025 hatte TeamViewer mit operativen Herausforderungen zu kämpfen, die das Vertrauen vieler Anleger erschütterten. Vor diesem Hintergrund wiegt eine Reduzierung durch einen als langfristig und eher konservativ geltenden Investor besonders schwer.

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Zwar ist das Unternehmen im Bereich Augmented Reality mit der Plattform „TeamViewer Frontline“ technologisch gut aufgestellt. Dennoch gab es zuletzt Diskussionen über das Verhältnis von Wachstum und Profitabilität. Vor allem hohe Marketingaufwendungen, inklusive des prominenten Sponsorings von Manchester United, standen mehrfach in der Kritik und gelten weiterhin als Belastungsfaktor für die Bewertung.

Historisch wird das Unterschreiten der 3-Prozent-Schwelle durch einen Großinvestor häufig als Vorbote einer anhaltend schwachen Kursentwicklung gesehen – zumindest solange das Management keine überzeugenden Impulse für beschleunigtes Umsatzwachstum und klarere Profitabilitätsziele liefern kann.

Chartbild und kurzfristiger Ausblick

Aus technischer Sicht bewegt sich die Aktie nahe an ihrem 52‑Wochen‑Tief von 5,42 Euro. Der aktuelle Kurs von 5,72 Euro liegt nur knapp darüber und rund ein Drittel unter dem 200‑Tage‑Durchschnitt von 8,67 Euro. Der 14‑Tage‑RSI von 27,6 signalisiert eine deutlich überverkaufte Situation, was die jüngste Abwärtsdynamik unterstreicht.

Im Fokus steht nun, ob sich auf diesem Niveau eine Bodenbildung andeutet. Kurzfristig ist vor allem relevant, ob die Aktie die Zone knapp oberhalb des 52‑Wochen‑Tiefs behaupten kann. Gelingt dies nicht, könnten neue Tiefststände das negative Momentum verstärken.

Parallel dazu werden Marktteilnehmer genau verfolgen, ob weitere institutionelle Investoren ihre Positionen anpassen oder ob sich der Schritt der Norges Bank im Nachhinein als eher technisches Rebalancing einordnet. Klar ist: Bis zur Vorlage der vorläufigen Jahreszahlen 2025 bleibt der Nachrichtenfluss entscheidend dafür, ob TeamViewer den aktuellen Vertrauensverlust zumindest teilweise korrigieren kann.

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