TeamViewer Aktie: Großaktionär reduziert
Der norwegische Staatsfonds hat seine direkte Beteiligung an TeamViewer verringert und damit ein Signal der Zurückhaltung gesendet. In einer für den Göppinger Softwareanbieter ohnehin schwierigen Marktphase unterschritt die Norges Bank die wichtige Meldeschwelle von drei Prozent. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer verhaltenen Prognose für das laufende Geschäftsjahr und einer deutlichen Kurskorrektur in den vergangenen zwölf Monaten.
Die wichtigsten Fakten zur Meldung:
- Direkte Stimmrechte: Norges Bank hält nun 2,98 % (zuvor über 3 %)
- Gesamtposition: Inklusive verliehener Aktien liegen 4,49 % beim Staatsfonds
- Aktienanzahl: 4,88 Millionen Stück werden direkt gehalten
- Hintergrund: Abschluss des Aktienrückkaufprogramms im Dezember 2025
Norges Bank passt Position an
Laut einer Stimmrechtsmitteilung vom 5. Januar 2026 hält das norwegische Finanzministerium über die Norges Bank per 31. Dezember nur noch 2,98 Prozent der Stimmrechte direkt. Damit greift die gesetzliche Meldepflicht nach dem Wertpapierhandelsgesetz, sobald die 3-Prozent-Marke unterschritten wird.
Der Rückgang der direkten Anteile bedeutet jedoch keinen vollständigen Rückzug. Über Instrumente wie verliehene Aktien mit Rückrufrecht kontrollieren die Norweger weiterhin 1,50 Prozent der Anteile. Die Gesamtposition beläuft sich somit auf 4,49 Prozent. Diese Anpassung erfolgt kurz nach dem Abschluss eines Aktienrückkaufprogramms, bei dem TeamViewer bis Dezember 2025 rund vier Prozent des Grundkapitals einzog.
Chartbild bleibt angespannt
Die Reduzierung durch den Großaktionär trifft auf ein charttechnisch angeschlagenes Umfeld. Mit einem Schlusskurs von 5,98 Euro notiert die Aktie weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 13,42 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von über 37 Prozent zu Buche.
Der Kursverfall hat die Aktie mittlerweile in einen überverkauften Bereich gedrückt, was der RSI-Indikator (Relative Strength Index) mit einem Wert von 27,6 signalisiert. Der Abstand zur langfristig relevanten 200-Tage-Linie beträgt aktuell rund 31 Prozent, was den vorherrschenden Abwärtstrend unterstreicht.
Operative Herausforderungen belasten
Die Zurückhaltung der Investoren ist fundamental begründet. Bereits im Oktober 2025 musste das Management die Umsatzprognose für das abgelaufene Jahr auf das untere Ende der Spanne eingrenzen. Hauptursache war die schwächelnde Performance der erst Anfang 2025 übernommenen IT-Firma 1E. Auch der Ausblick auf 2026 fällt mit einem erwarteten Umsatzwachstum von lediglich zwei bis sechs Prozent mager aus.
Während die Norges Bank reduziert, hält der Vermögensverwalter BlackRock weiterhin die Stange. Die Amerikaner blieben zuletzt mit einer direkten Beteiligung von 5,02 Prozent der größte institutionelle Ankeraktionär. Auch das Management um CEO Oliver Steil ist weiterhin mit insgesamt 1,91 Prozent am Unternehmen beteiligt. Ob die operative Wende gelingt, werden die nächsten Quartalszahlen am 10. Februar 2026 zeigen.
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