Nach monatelangem Sinkflug lieferte TeamViewer am Freitag die Zahlen, auf die Investoren gehofft hatten. Die vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 zeigten: Der Göppinger Softwarekonzern hat seine im Herbst gesenkten Jahresziele erreicht. Mehr noch – das vierte Quartal offenbarte eine operative Wende, die selbst kritische Beobachter aufhorchen ließ. Die Aktie reagierte prompt und legte um gut 6 Prozent zu.

Die wichtigsten Eckdaten:
- Umsatz 2025: rund 767 Mio. Euro (währungsbereinigt +5%)
- EBITDA-Marge: 44% wie prognostiziert
- Incremental ARR Q4: ca. 11 Mio. Euro – mehr als in den ersten neun Monaten zusammen
- Zwei strategische Enterprise-Verträge mit 10 Mio. Euro Gesamtvolumen

Das Q4-Momentum macht den Unterschied

Die bloße Zielerreichung allein hätte kaum für Euphorie gesorgt. Der eigentliche Kurstreiber steckte in den Details: Im vierten Quartal erwirtschaftete TeamViewer rund 11 Millionen Euro an neuen wiederkehrenden Umsätzen. Zum Vergleich – in den ersten drei Quartalen 2025 hatte dieser Wert kumuliert lediglich 7 Millionen Euro betragen.

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Verantwortlich für diesen Sprung war vor allem das Enterprise-Geschäft. Zwei Großkundenverträge mit einem Gesamtvolumen von 10 Millionen Euro unterstrichen, dass die Strategie im Unternehmenskundensegment greift. Gleichzeitig gelang bei der US-Tochter 1E die Trendwende. Nach schwierigen Integrationsmonaten verzeichnete das Unternehmen erstmals wieder sequenzielles Wachstum.

Analysten bleiben zuversichtlich

RBC Capital bestätigte ihr "Outperform"-Rating mit Kursziel 16 Euro. Die Experten verwiesen darauf, dass die Erwartungen nun bereinigt seien und die Bewertung attraktiv erscheine. Barclays hält an "Overweight" fest, wenn auch mit konservativerem Kursziel von 8,50 Euro. Der Konsens: Die Zahlen waren stark genug, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Short-Seller unter Zugzwang

Trotz der Kurserholung bleibt TeamViewer ein bevorzugtes Ziel für Leerverkäufer. Hedgefonds wie AQR Capital Management und Qube Research halten weiterhin signifikante Short-Positionen. Der Freitags-Sprung dürfte diese Akteure nervös gemacht haben. Sollte sich die operative Verbesserung in den kommenden Monaten bestätigen, könnten Eindeckungskäufe für zusätzlichen Auftrieb sorgen.

Am 10. Februar 2026 folgen die detaillierten Jahreszahlen samt Ausblick auf 2026. Das Management hatte im Oktober einen Umsatzkorridor von 790 bis 825 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Ob das vierte Quartal der Auftakt zu nachhaltigem Wachstum war oder nur ein saisonaler Ausreißer, wird sich dann zeigen.

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