TeamViewer Aktie: Angriff der Shorts?
Wer am Sonntag die Finanzforen durchforstete, stieß auf brisante Gerüchte: Leerverkäufer sollen gezielt auf einen weiteren Absturz der TeamViewer-Aktie setzen. Auffällige Bewegungen im Orderbuch, mysteriöse Signale in den Schlussauktionen der Vorwoche – die Spekulationen über eine konzertierte Short-Attacke nehmen zu. Ausgerechnet jetzt, wo der Göppinger Softwareanbieter nach einem Kursverlust von 35 Prozent seit September ohnehin am Boden liegt. Steckt hinter den Anomalien wirklich eine koordinierte Aktion? Oder sehen nervöse Anleger Gespenster?
Die Ausgangslage könnte dramatischer kaum sein: Mit einem Kurs von rund 5,80 Euro kämpft TeamViewer verzweifelt um die Verteidigung einer psychologisch wichtigen Marke. Das am 21. November markierte Allzeittief wirkt wie ein Magnet. Seit Jahresbeginn hat die Aktie dramatische 40 Prozent verloren – über zwölf Monate betrachtet sind es sogar fast 50 Prozent. Dass nun am handelsfreien Wochenende Spekulationen über Short-Seller die Runde machen, dürfte kein Zufall sein.
KI-Vision trifft auf Anleger-Skepsis
Die fundamentale Gemengelage verstärkt die Verunsicherung. Mitte November präsentierte TeamViewer mit "Tia" einen KI-Agenten für autonomen IT-Support – technologisch ambitioniert, aber von Analysten als kurzfristig kaum monetarisierbar eingestuft. Die Ankündigung verpuffte nahezu wirkungslos. Auch die vertiefte Partnerschaft mit dem Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team, bei der nun Augmented Reality in Entwicklungsprozessen zum Einsatz kommt, konnte die Stimmung nicht drehen.
Die Zweifel am Strategiewechsel überwiegen:
- Neue KI-Produkte brauchen Zeit zur Marktdurchdringung
- Umsatzpotenzial von "Tia" gilt als begrenzt
- Altgeschäft zeigt Schwächetendenzen
- Investoren fehlt die Phantasie für schnelle Erholung
Das Ergebnis: Ein Nährboden für aggressive Leerverkäufer, die auf fallende Kurse wetten.
Orderbuch-Anomalien befeuern Spekulationen
Was genau spielte sich am Freitag und über das Wochenende ab? Marktbeobachter registrierten bereits in den Schlussauktionen der Vorwoche "widersprüchliche Signale". Am Sonntagmorgen verdichteten sich ab 08:30 Uhr die Berichte über ungewöhnliche Aktivitäten. Gegen 16:30 Uhr kochten die Diskussionen in Finanzforen erneut hoch.
Die zentrale These: Institutionelle Short-Seller könnten die aktuelle Schwäche nutzen, um den Kurs gezielt unter die Unterstützungszone bei 5,75 Euro zu drücken. Gelingt dies, droht eine Verkaufslawine – technisch orientierte Anleger würden ihre Stopps auslösen, was den Abwärtssog verstärken würde.
Historisch betrachtet befindet sich TeamViewer auf präzedenzlos niedrigem Niveau. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 27,6 signalisiert extreme Überverkauftheit. Solche Situationen sind oft Vorboten für hohe Volatilität: Entweder folgt die finale Kapitulation – oder aber ein "Short Squeeze", wenn positive Impulse Short-Seller zur Deckung ihrer Positionen zwingen.
Richtungsentscheidung am Montag?
Der Handelsstart am kommenden Montag wird zur Zerreißprobe. Zwei Szenarien dominieren die Erwartungen:
Bären-Szenario: Ein Bruch unter 5,75 Euro würde die Short-These bestätigen und könnte eine Abwärtsspirale bis zum Allzeittief bei 5,42 Euro auslösen.
Bullen-Hoffnung: Gelingt hingegen ein Ausbruch über 6,00 Euro bei deutlich erhöhtem Volumen, könnten Short-Seller in die Defensive geraten. Eine technische Gegenbewegung bis zum 50-Tage-Durchschnitt von knapp 7,00 Euro wäre dann denkbar.
Entscheidend wird das Handelsvolumen zur Xetra-Eröffnung um 09:00 Uhr sein. Nur ungewöhnlich hohe Umsätze können verifizieren, ob hinter den Wochenend-Spekulationen tatsächlich Substanz steckt – oder ob es sich um heiße Luft handelt. Für TeamViewer-Aktionäre beginnt die Woche mit maximaler Nervosität. Die Frage lautet nicht mehr, ob die Aktie volatil wird, sondern nur noch: In welche Richtung?
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